Sonntag, 16. August 2009

J.R. Wards alter ego: JESSICA BIRD


Mittlerweile kennt fast jeder J.R. Wards Black Dagger Brothers, auch wenn man die Bücher nicht gelesen hat, ist ihr Name ein Begriff. Ihre „Normalwelt“-Contemporaries sind dagegen noch relativ unbekannt, zumindest dass sie ein und dieselbe Autorin ist, ist nicht unbedingt auf Anhieb zu erkennen. Ich habe alle Jessica Bird Titel mit wachsender Begeisterung gelesen und möchte hier heute insbesondere die Moorhouse Serie empfehlen, zumal diese nun auch für alle Nicht-Original-Leser von Cora in der Reihe Bianca übersetzt wurde (über die Qualität der Übersetzung kann ich aber nichts sagen). Hier schonmal die Titel:

Beauty and the black sheep – Man nehme Dich und Mich
His Comfort and Joy – Träume, zart wie Seide
From The First – Liebe, Unendlich wie das Meer
An Irresistable Bachelor – Glaube an das Glück Madeline


Zugegeben, weder die Silhouettes noch die Coras strahlen für mich auf den ersten Blick ein „Kauf Mich!“ aus. Man gab sich reichlich Mühe, dass die Titel zum Inhalt passen, aber ich muss ehrlich sagen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass Frau Bird und Frau Ward ein und die selbe Autorin sind, ich hätte wohl weder die Silhouettes angefasst, noch würde ich die Coratitel eines zweiten Blickes würdigen. Bei manchen Silhouette Titeln hatte ich sowie schon die Befürchtung irgendwann mal blind zu werden, weil sie nicht besonders netzhautfreundlich gestaltet sind, aber ich habe zum Glück gelernt ein Buch nach dem Inhalt zu bewerten. Man wird ja älter und reifer ;)

In Planung hat Bird ein Spin-Off der Moorhouse Bücher. Die o'Banyon Reihe, beginnend mit:
The billionaire next door, nicht übersetzt und im Englischen bereits nur noch total überteuert gebraucht zu haben. Schade, denn gerade bei diesem 2007 erschienenen Titel ist auffällig wie sehr ihre Schreibe gereift ist und sie zu ihrer eigenen Stimme gefunden hat. Eine kleine Butch-Erwähnung gibt es hier übrigens auch, ich will aber die Hoffnungen nicht zu hoch stecken, es ist wirklich nur eine Erwähnung am Rande und ihre Silhouettes und Einzeltitel sind in keinster Weise irgendwie paranormal angehaucht. Auch der Billionaire nicht. Trotz Butch :) Auf Gebrauchtbuch-Börsen oder bei Amazon Marketplace kann man vielleicht noch mal Glück haben und das Buch ergattern. Es ist die Mühe mMn auf jeden Fall wert. Bei Silhouette Titeln muss man immer schnell sein, sie werden nur in einer bestimmten Auflage gedruckt und sind relativ schnell vergriffen. Wir Fans warten nun schon seit 2007 auf die Weiterführung der o'Banyons, sie plant sie auch, aber ihre Brothers und auch die neue "Angels on Harleys" Serie hat anscheinend viel Zeit in Anspruch genommen, so dass sie die Jessica Bird Titel leider etwas stiefmütterlich behandelt.

Nicht nur ihre Silhouettes sind empfehlenswert, noch ein bisschen mehr Substanz - alleine schon wegen der Seitenzahl - haben ihre Einzeltitel:
An Unforgettable Lady und der Folgeband An Irresistable Bachelor (2004) sind noch leicht zu bekommen. Die Titel Leaping Hearts (2002) und Heart of Gold (2003) hingegen müsste man auch online suchen. Bei all diesen Titeln hebt sich deutlich hervor: Die Frau versteht das Handwerk Schreiben und sie versteht es vor allem Emotionen zu transportieren. Sind ihre ganz frühen Werke vielleicht noch ein kleines bisschen klischeelastig - vor allem die Silhouettes - und laufen hin und wieder ein klein wenig unrund, so zeichnet sich doch in ihren Einzeltiteln schon ganz deutlich ihr Talent ab. Wenn ich Bird mit anderen Autoren vergleichen sollte, kommt die Beschreibung, dass sie eine Mischung aus einer frühen Nora Roberts mit einer kleinen Prise frühe Linda Howard ist, vielleicht der Sache am nächsten. Ich finde es oft faszinierend wie man die Weiterentwicklung einer Autorin über die Jahre hinweg verfolgen kann. Manche ändern sich nicht nach meinem Geschmack aber Bird/Ward hat eindeutig an Tiefe und Klasse gewonnen. Wobei sie vom Start weg schon überaus lesenswert war für meine Begriffe. Sie hat ihren eigenen Stil und Weg, der schon immer sichtbar war, gefunden und vertieft und die Bücher machen mir genauso Spaß wie die Brothers, auch wenn sie lange nicht so dark and totured sind. Auf jeden Fall sind sie eine wunderbare Alternative für alle die gerne mal einen Ward lesen möchten, dem paranormalen Genre aber nichts abgewinnen können.

Eure Cleopatra

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