Sonntag, 16. August 2009

Leslie Parrish - The Black CATs Novels


Okay, ich gebe es zu, und ich habe es schon in Inas Romantic Suspense Forum erläutert: Ich bin ein Krimi-Weichei. Letzte Woche musste ich feststellen, dass ich guts and gore, Blut und kranke völlig durchgedrehte Bösewichte im Fantasy und Paranormal Genre okay finde und gut verkrafte. Sowie das Ganze aber in normaler Fiktion stattfindet, packt mich das kalte Grausen. Da ist es längst nicht so weit weg, es rutscht näher heran, da kann ich nicht so leicht abwinken und es mit „ist doch nur ein Buch“ wegwischen. Nichtsdestotrotz möchte ich aber eben jenes Buch, bei dem mich das kalte Grausen gepackt hat, empfehlen, denn ich denke mir, nicht jeder ist so zart besaitet wie ich und der Punkt ist: Wenn ein Buch mich so im Bann hat, wenn die Autorin vermochte mich schlaflos zu machen, dann ist das eine Leistung die ich honoriere.

Zum Buch, Fade to Black von Leslie Parrish:

Das FBI bildet eine Gruppe von Spezialagenten, das Cyber Action Team, kurz CAT genannt, um Computerkriminalität besser in den Griff zu bekommen. Dean Taggert, unser Held, hat sich dort hinversetzen lassen um nicht ständig mit Mord und Totschlag konfrontiert zu werden. Er ist der Gewalt seines früheren Postens müde und hat auch noch andere Gründe. Die Rechnung hat er aber ohne den Bösewicht gemacht, der sich „The Reaper“ nennt, auf einer Website Morde versteigert und die auch zum Anschauen als Livemitschnitte dort einstellt. Die Spur führt CAT Agent Dean in eine abgelegene, ländliche und augenscheinlich friedliche Gegend in der Stacy Rhodes sich seit ein paar Jahren als Sherrif ihre Brötchen verdient. Auch sie ist vor der Gewalt der Großstadt geflohen und natürlich entsetzt als alle Fakten dafür sprechen, dass der Mörder aus ihrem Städtchen kommen könnte. Gemeinsam ermitteln sie, und kommen sich dabei näher. Das klingt vielleicht erstmal mehr oder weniger nach einer 0/8/15 Story, die Romantic Suspense Leser so oder anders schon zig mal gelesen haben. Das Originelle an der Story ist aber zum einen die auffällige Kitschfreiheit und Ehrlichkeit der Charaktere, zum anderen die erschreckende Nähe zu den Opfern und dem kranken Bösewicht die, die Autoin aufbaut. Desweiteren hat sie eine Spannung geschaffen, die ich selten so gelesen habe. Mein Nervenkostüm ist dahingehend nicht das stabilste, wie ich lernen musste, und von daher konnte ich die Liebesgeschichte leider nicht so genießen, wie ich es sicher sollte, ich schätze aber ihre untypische Charakterisierung der Figuren sehr. Sie ist mit Sicherheit ungewöhnlich un-amerikanisch. Der Held war ohne Tadel, die Heldin hatte keine TSTL*-Momente und ja, schön, dass sie sich gefunden haben, aber der Bösewicht hat sie überschattet. Nicht dass er ein toller Hecht war, manchmal hat man das ja, dass der Böse mehr Charisma als der Held hat, nein, hier ist er einfach so widerlich und krank, dass man abgeschreckt ist. Daher habe ich zu gemacht und die Helden dann wohl auch nicht mehr reingelassen. Meine Schuld, nicht die der Autorin :) Als spannender Suspense ist das Buch für meine Begriffe nämlich schon klasse. Ob ich trotzdem am Haken häng? Und ob! Trotz meiner Angsthasenmomente, die Nebencharaktere haben mich überzeugt und deren Geschichten will ich lesen. Die nächsten beiden Teile sind daher schon bestellt (Im zweiten Teil soll der Fokus auch mehr auf der Romanze liegen, siehe Rezi von Mrs. Giggles unten). Aber nach diesem Ausflug in die dunklere Seite des Romantic Suspense bin ich sofort ans Regal gehuscht und habe mir einen Kuraufenthalt in Virgin River gegönnt ...;)
Eure Cleopatra

Leslie Parrishs Black CAT's Novels:
Fade to Black
Pitch Black
Black at Heart



*TSTL = too stupid to live

Website Leslie Parrish

Rezi zu Teil 2 von Mrs. Giggles

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