Sonntag, 20. September 2009

3-Fragen-Stöckchen

Wir wurden vom "3 Fragen-Stöckchen" getroffen, Soleil hats geworfen ;) Wenn wir das richtig verstanden haben, bedeutet das, uns wurden drei Fragen gestellt, die wir hier beantworten sollen und im Anschluss sollen wir das Stöckchen an drei andere Blogs weiterwerfen, mit Fragen die wir uns ausgedacht haben.

Los gehts:

1. Warst Du schon einmal so versessen auf ein Buch, dass Du es auch gestohlen hättest (oder gar hast)? Welches war es - und hätte es sich gelohnt?

Orchidee sagt: Stehlen würde ich für kein Buch, denn das ist nicht richtig. Man stiehlt nicht. Aber versessen war ich schon auf viele Bücher! Zur Zeit sind es bei mir die Teile der BlackDaggerBrotherhood von J.R. Ward, wo ich den jeweils nächsten Teil kaum erwarten kann und monatelang auf die Originale hinfiebere. Und ja, bislang hat sich das fiebern jedenmal gelohnt :-)! Ich lese die Bücher sogar nochmal auf deutsch hinterher :-).

Cleopatra sagt: Ich war auch schon öfters extrem versessen auf Bücher, aber gestohlen habe ich bisher keines, ich hatte auch nie den Gedanken es zu stehlen. Aber, ja, ich habe schon einige Hebel in Bewegung gesetzt um das ein oder andere Buch zu bekommen. Freunde in den USA und Großbritannien in Second-Hand-Buchläden geschickt zum Beispiel - die machten das Gott sei Dank gerne für mich - oder das Internet durchkämmt. So stammt zum Beispiel mein Exemplar "Checkmate" von Dorothy Dunnett aus einem Thrift-Store in Edingburgh und meine TDDs von Suzanne Brockmann sind aus allen möglichen Teilen der USA bei mir eingeflattert, genau wie bei der Conard County Serie von Rachel Lee. Der Aufwand hat sich jedes Mal gelohnt.

2. Wir kennen sicher alle das Unverständnis darüber, viele Bücher zu besitzen und gar noch zu lesen. Gibt es eine oder mehrere Personen in Deinem Leben, die kaum oder gar nicht lesen? Wie setzt Du Dich mit ihnen auseinander? Gibt es vielleicht eine erwähnenswerte Anekdote?

Orchidee sagt: Wenn jemand nicht lesen will, ist es meine Erfahrung, dass man unwillige Zeitgenossen nur schwerlich bekehren kann. Ich versuche das auch nicht. Jeder hat eben andere Vorlieben und Hobbys und ich würde es auch als lästig empfinden, wenn mich jemand ständig zur Briefmarkensammlerin oder Klöpplerin machen wollte. Ich kann mir ein Leben ohne meine Bücher nicht vorstellen, aber das heißt nicht, dass ich meine Einstellung anderen aufdrücken möchte. Belächelt für meine Vorliebe zur "Trivial"-Literatur :-) wurde ich schon oft, aber ich stehe da tatsächlich komplett drüber. Ich gehe auch schon immer völlig schmerzfrei mit Covern aller Art um. Es stört mich nicht, wenn jemand sich mockiert, im Gegenteil, ich provoziere gerne, ich bedenke diese Zeitgenossen dann mit dem Lächeln zurück, welches ich extra für diese "Unwissenden" reserviert habe. Denn sie wissen ja gar nicht,was sie eigentlich verpassen. Da ich viele Originale lese, werde ich öfters darauf angesprochen, dann aber eher mit einem erstaunten Gesicht, frei nach dem Motto "Wow, Sie lesen in ihrer Freizeit auf Englisch?" Ich hatte nur einmal ein wirklich freches Erlebnis im Zug, ich saß da im ICE Richtung Berlin in der ersten Klasse (!) und las den vierten Teil der NavySeal-Reihe von S. Brockmann "Out of Control". Plötzlich beugte sich mein Sitznachbar nach vorne (ein älterer Herr im Anzug, so um die Ende 50), studierte den Titel, meinte: "Oh, sie lesen in Englisch. Was ist das denn?" Ich stellte ihm den Roman gerne zur Verfügung, er sah sich das Cover an und überflog den Klappentext und meinte doch: "Ah, ein Liebesroman, na das kann ja selbst in Englisch nicht allzu anspruchsvoll formuliert sein." Gab mir den Roman zurück und lächelte blasiert. Ich fand das so frech, dass ich ihm noch nicht mal mit einer wirklichen Rückantwort bedacht habe :-). Ich meinte nur trocken: "Aber sicher, scheint mir, als würden Sie sich da auch gut auskennen." ;-)

Cleopatra sagt: Ja, ich habe doch einige Nichtleser im Bekanntenkreis (ob aus Zeit- oder Interessensgründen kann ich nicht sagen). Ich lese ja zu 90% Bücher in englischer Sprache, und wenn das Thema Lesen mal aufkommt sind die Reaktionen eigentlich immer sehr witzig. Kaum einer wagt mich offen zu belächeln, wenn ich sage, dass ich zu 95% Liebesromane (wenn hier auch vorwiegend paranormales und romantic suspense) lese. Man kann beobachten wie ihnen die Gesichtsmuskeln gefrieren wollen (sie wollen ja nicht unhöflich sein) und wenn ich dann "auf Englisch" sage, dann halten sie sich daran fest und die Muskeln werden wieder locker, das Lächeln etwas echter und ein "ach soooo, oh, das ist aber toll" kommt ;) Also es ist nicht so sehr das Thema wie viel ich lese, oder das sie nicht oder wenig lesen, sondern eher was ich lese. Mich beschleicht manchmal das Gefühl das Nichtlesen eher akzeptiert wird, als Liebesromane lesen ;)

3.Welche Entwicklungsschritte wird das Buch (nicht der Inhalt) Deiner Meinung nach noch machen? Wie schätzt Du seine Zukunft ein?

Orchidee sagt: Das Buch gibt es jetzt schon seit mehr als 5000 Jahre (wenn man die Papyrusrollen der alten Ägypter großzügig mitzählt). Ich bin mit dem Buch sehr zufrieden und hoffe, dass es uns noch lange erhalten bleibt!

Cleopatra sagt: So arg schnell wird sich nicht viel ändern, glaube ich. Bücher könnten teurer werden und der e-book Markt sich vielleicht etwas mehr entwickeln. Hörbücher werden ja mittlerweile auch gut angenommen, was aber das gedruckte Buch bislang nicht verdrängt hat. Auch ich hoffe, dass das noch eine Weile so bleibt.

Das 3-Fragen-Stöckchen würden wir nun gerne weitergeben an Sarah, Steffi und Susi . Hier unsere Fragen:
1. Fage: (aus aktuellem Anlass unserer Umfrage auf dem Blog) Lässt du dich beim Bücherkauf von schrecklichen Covern abschrecken, oder gehst du rein nach dem Klappentext, Rezensionen und/oder Empfehlungen? Hast du schonmal ein Buch nur wegen des Covers gekauft? Wenn ja, war das ein Reinfall oder eine positive Überraschung?
2. Frage: Welches Genre liest du überhaupt nicht, und warum? Würdest du es mal probieren, wenn du es von allen Seiten empfohlen bekämst?
3. Frage: Welches Buch wolltest du schon immer lesen, hast es aber noch nicht geschafft? Und welches Buch könntest du immer wieder lesen?
 
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