Mittwoch, 2. Dezember 2009

Adventskalenderblatt 2. Dez. - Rebecca Abrantes



2. Dezember


3 Fragen an: Rebecca Abrantes


Liebe Rebecca,
gibt es eine bestimmte Lektüre oder ein spezielles Buch, das von Ihnen an Weihnachten immer wieder hervorgeholt und gelesen wird, das für Sie ganz persönlich einfach zur Weihnachtszeit dazu gehört? Oder vielleicht eine bestimmte Sorte Bücher die an Weihnachten einfach sein müssen?


*lacht*. Es gibt durchaus eines, wobei das weniger in Richtung Roman gehört, sondern wo es um eine wunderschöne Bildergeschichte von einer Katze geht, die Weihnachten auf ihre Weise erlebt. Weil ich Kinder habe, zerren sie dieses Buch jedes Jahr aufs Neue hervor, um daraus vorgelesen zu bekommen. Es ist inzwischen Tradition. Das Buch heißt „Pussys Weihnachtsfest“ und ist von Margaret Wise Brown und Anne Mortimer verfasst. Ebenfalls zum Abend sehr gerne von den Kindern beliebt ist von Neale Donald Walsch „Ich bin das Licht“ und „Die kleine Seele und die Erde“ sowie Geschichten von Elfen, Kobolden und Feen, die ich selbst sehr liebe.

Mit welchen ihrer eigenen Buchcharaktere würden Sie gerne mal Weihnachten feiern und warum, wie und wo?

Ich glaube, mir persönlich würde Jason sehr gut gefallen. Sich ihn inmitten einer wilden Kinderschar vorzustellen, kommt reinem Kopfkino gleich. Da ich selbst einen großen Anteil von Faye, und zudem meinen Darian schon gefunden habe, sind diese beiden Charaktere ohnehin stets vorhanden. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja an Weihnachten bei dem einen oder anderen zuhause etwas Obstsalat.

Haben Sie so ein “mein schönstes Weihnachtserlebnis” oder eine besondere Erinnerung an die Adventszeit, die sie gerne mit uns teilen möchten?

Weihnachten war bei uns immer die Zeit des Familientreffens, wo jeder hoffte, es geht schnell wieder vorbei. Man freut sich, wenn alle da sind. Man freut sich, wenn sie wieder gehen. Auch das hat Tradition in unserem Hause. *lacht*. Früher kam meine Oma immer mit einem Wäschekorb voll Geschenken aus Celle angereist und hatte zudem das Heilig-Abend-Essen vorbereitet. Jeden 24. Dezember das gleiche Ritual. Oma kam, der Wäschekorb wurde ins Schlafzimmer gewuppt, der riesige Topf kam auf den Herd. Dann wurde Kaffee und Kuchen verzehrt, wir Kinder (ich habe einen Bruder) wurden in warme Kleidung gesteckt und dann mit Papa und Opa zur Kirche geschleift. Als wir zurückkamen - na klar doch – ist der Weihnachtsmann schon da gewesen. Doch bevor die Geschenke ausgepackt werden durften, wurde gegessen. Normalerweise verliefen diese Rituale immer glatt. Doch einmal ging es schief. Omas Essen war wohl gekippt, leicht sauer geworden und verhagelte zumindest den Großen das Fest, denn sie waren mehr geneigt, die Toilettenschüssel zu begrüßen denn die Geschenke zu öffnen. Da wir Kinder vor Aufregung jedes Mal nichts herunter bekommen hatten, sind wir von dieser familiären Wanderung verschont geblieben. Von dem Tag an gab es Heiligabend immer nur Bockwurst und Kartoffelsalat. Eine kleine Geschichte habe ich noch: Mein Onkel (eigentlich ein bekannter meiner Eltern) hatte einen großen Hund, der die Tanne im Haus stets als willkommene Toilette betrachtete. Und da Rüden nur das Bein zu heben brauchen, war das Malheur nahezu im Vorbeigehen angerichtet. Folge dessen ersonn mein Onkel eine List. Er spannte einen Jägerzaun um die Tanne, die auch prompt begossen wurde. Allein aus der Erinnerung heraus tut mir der Rüde heute noch Leid. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Leserinnen ein wunderschönes Fest ohne nennenswerte Verluste.
Ihre Rebecca Abrantes


Infos zur Autorin:
Rebecca Abrantes ist eine Schriftstellerin, die sich in mehreren Genres zu Hause fühlt. Ihr erster großer Erfolg "Der Merian Code-Die verschlüsselte Bedrohung" war ein packender Thriller, wohingegen ihr zweites Buch "Schatten Blut" sich eher als Paranormal Romance einordnen läßt. Die Autorin kann bislang auf ein sehr bewegtes Leben zurückblicken, welches sie auch teilweise in Brasilien verbracht hat. Eines ist jedenfalls sicher, bei Rebecca Abrantes wird es niemals langweilig, dass lassen ihre Kinder, ihr Mann, ihr großer Haushalt und die vielen liebenswürdigen Protagonisten ihrer Bücher gar nicht zu!

Photo (c) Rebecca Abrantes

 
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