Freitag, 15. Januar 2010

Connie Brockway und Laura Kinsale sind zurück - Gedanken über Historicals

Für alle die in den letzten Jahren vergeblich auf eine Original Neuerscheinung von Connie Brockway oder Laura Kinsale gewartet haben, hat das Warten ein Ende.

Nachdem Connie Brockway 2006 und 2008 einen Ausflug in das Segment Contemporary Romance machte, ist sie nun wieder zurück in ihrem angestammten Genre, dem Historical. "So Enchanting" erschien 2009 und ab dem 2. Februar liegt "The Golden Season" in den Regalen.

Auch Laura Kinsale schien eine Schreib- oder Sinnkrise gehabt zu haben und wollte sich für eine Zeit vom Historical verabschieden. Jahrelang war sie in der Versenkung verschwunden, ihre Website wurde nicht mehr aktualisiert und letztendlich verschwand diese ganz aus dem Netz.
Jetzt ist sie zurück mit Lessons in French und ich habe es soeben vorbestellt. Ich bin, das muss ich zugeben, kein großer Historical Fan und habe erst sehr spät den ein oder anderen H mal zur Hand genommen, vor allem weil ich früher ein extremer Lesesnob war, ich gebe das offen zu. Ich las keine Liebesromane, nur dicke historische Schmöker und "normale Belletristik" ;) und habe mich vor allem von den Nackenbeißercovern abschrecken lassen. Ich konnte ja nicht ahnen was für eine Qualität sich hinter so manchem schrecklichen Nackenbeißercover verbirgt. Das hat mir nie jemand gesagt! Im örtlichen Buchladen hatte damals keiner des beratenden Personals "solche" Bücher gelesen, man beriet mich durchaus kompetent und nett, belächelte hin und wieder mitleidig den H-Ständer in der Schäm-Dich-Ecke des Ladens und hatte einfach generell diese Aura von "man solle doch was mit Substanz und Qualität lesen". Okay, natürlich frage ich mich heute wie die Damen im Laden die Bücher beurteilen konnten, wenn sie sie gar nicht lasen. Vielleicht schreckten ja auch sie vor merkwürdigen Titeln, schwülstigen Klappentexten und dem unmöglichem Coverdesign zurück. Ich ja auch. Und zugegebenermaßen lese ich die meisten Bücher ja auch heute noch tatsächlich nicht auf Deutsch, ich habe ein paar, die sind okay übersetzt, aber ich hatte eben auch welche erstanden, die einem die Tränen in die Augen trieben. Mein "liebstes" Beispiel für das Schlachten einer wunderbar geschriebenen Geschichte ist die Übersetzung von Laura Kinsales Shadowheart "Küsse in der Nacht", Cover und Klappentext hätte da bei mir persönlich schon gleich einen Kreisch-und-Wegrenn-Effekt, der auch tatsächlich Sinn machen würde, denn die Übersetzung entspricht leider eher einer entsetzlich falschen Interpretation der Übersetzerin und hat nichts mit dem ursprünglichen Buch zu tun. Ich befürchte, diese Tatsachen waren bisher nicht hilfreich den Ruf des Historicals zu verbessern und können und werden immer wieder gegen ihn verwendet werden ...
Also hielt ich mich von Anfang an an die amerikanischen Originale. Vor allem hielt ich mich an Tipps von Freunden, denn ich kannte ja keine Autoren aus diesem Genre. Und siehe da, u.a. Connie Brockway gefiel mir gut, vor allem ihr feiner Humor hatte es mir angetan. Und Laura Kinsale, nun, die hat mich schlicht aus den Socken gehoben :) Ihre Vielfältigkeit, ihr Talent mit ihrer Sprache umzugehen, ihre Portion Düsternis, ihre sorgfältig gezeichneten Figuren, ihr Mut Themen anzupacken die keiner sonst in einen H packen würde ...Toll.

http://www.conniebrockway.com/


http://www.laurakinsale.com/

Eure Cleopatra
 
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