Montag, 8. Februar 2010

"The First Death - Anita Blake Vampire Hunter" graphic novel, Laurell K. Hamilton

Die graphic novel (Comicversion) von Anita Blakes Vorgeschichte lag eine Ewigkeit bei mir herum. Ich finde graphic novels normalerweise nicht sonderlich reizvoll, aber da die Story von "The First Death" die Geschehnisse vor Guilty Pleasures (Bittersüße Tode) erzählt, habe ich mir das Buch angeschafft. Es ist ein Hardcover aber mittlerweile gibt es bereits das günstigere Taschenbuch/Heft.

Als ich vor Jahren "Guilty Pleasures" (Bittersüße Tode) las hatte ich das Gefühl, dass die Autorin die Vorgeschichte von Anita beim Leser irgendwie vorausgesetzt, aber nie erzählt hatte. Ich hätte "The First Death" damals sicher als hilfreich empfunden, denn ich kam mir streckenweise vor, als hätte ich was verpasst, überlesen oder irgendwie nicht kapiert. Später in der Serie werden die Geschehnisse aus Anitas Vergangenheit immer mal wieder erklärt, aber in "Guilty Pleasures" (Bittersüße Tode) hatte man immer das Gefühl da fehle irgendetwas. Somit ist diese graphic novel sehr hilfreich für alle die, die Serie erst kennenlernen möchten. Wir werden hier Zeuge wie Anita Jean Claude das erste mal trifft, es wird erklärt wie Anita zu ihrer Narbe am Arm kommt und auch Edward hat seinen ersten Auftritt. Für Fans der Serie ist es nett zu sehen wie alles begann. Für zukünftige Leser ist es eine Hilfe "Guilty Pleasures" (Bittersüße Tode) besser zu verstehen und vielleicht sogar eine Entscheidungshilfe den Rest der Serie auch in diesem Format zu lesen oder lieber doch auf die normalen Bücher zurückzugreifen.

Die zeichnerische Umsetzung empfand ich als durchaus gelungen, auch wenn die Männer alle relativ gleich aussehen und sich nur in kleinen Details unterscheiden, in Kleidung, Haarfarbe etc. ... Anita selbst kommt meiner Buch-Anita ziemlich nah, wenn sie auch in meinem Kopf nie so amerikanisch-comic-püppimäßig aussah. Jean Claude im Profil ist von Anita leider manchmal nicht sonderlich zu unterscheiden, aber seis drum. Die Zeichnungen sind alles in allem wirklich okay und mit Liebe zum Detail gezeichnet ... was bei blood, guts and gore manchmal dann nicht so lecker ist ...
Der Stil ist insgesamt ziemlich kantig aber ich empfand das als passend. Hinter dem Buch steht ein graphic-novel Gigant, nämlich Marvel, bekannt für Spiderman, Hulk, X-Men etc. Also ganz großes Kino in der Comicwelt für die kleine Anita :)

Ich bin ehrlich gesagt dem graphic novel/Comic-Alter entwachsen und kann dem Trend das immer mehr Bestseller verbildert werden nicht sonderlich viel abgewinnen. Ich ziehe geschriebene Bücher immer und in jedem Fall vor. Ich habe auch ein Problem damit, mich in eine Story mit Bildern emotional fallen zu lassen. Zum einen lenken die Bilder mich ab und zum anderen liegt es in der Natur der Sache, dass alles recht schnell und zackig abgehandelt wird, also rauscht die Story ziemlich schnell dahin und es fehlt mir die Tiefe und die emotionale Bindung die ich beim geschriebenen Buch einfach sehr genieße. Dennoch möchte ich dieses Buch empfehlen, denn diese Geschichte gibt es nur in dieser Form. Wer zudem meine Probleme mit bebilderten Geschichten im comic-style nicht teilt, sondern im Gegenteil sie sehr mag, der hat sicher viel Spaß mit Anita - denn egal in welcher Form, Anita ist und bleibt einfach Kult.

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Eure Cleopatra

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