Donnerstag, 4. Februar 2010

Rezension "Fragile" Shiloh Walker

Durch eine Verletzung war der Soldat und Sanitäter Luke Rafferty vor Jahren gezwungen die Armee zu verlassen. Da er den Dienst ohnehin müde war, fiel ihm die Entscheidung ein Medizinstudium zu absolvieren und sich als Arzt in der zivilen Welt sein Geld zu verdienen nicht sonderlich schwer. In seiner Notaufnahme begegnet er immer wieder der Sozialarbeiterin Devon Manning, die ihre Schützlinge zu deren Untersuchungen begleitet. Luke hatte schon immer das Gefühl er suche etwas in seinem Leben, etwas das seinem Dasein einen tieferen Sinn gibt und er vermutet, das könnte Devon für ihn zu sein.

Devon geht in ihrem Beruf als Sozialarbeiterin voll und ganz auf. Sie kann ihre Schützlinge gut verstehen und deren Handlungen nachvollziehen. Sie hilft ihnen mit allem was in ihrer Macht steht, denn in ihrer eigenen Kindheit lief es ebenfalls alles andere als glatt. Eine engagierte Sozialarbeiterin hatte ihr Leben damals in geregelte Bahnen gelenkt. Devon hat Mauern aus Stahl um ihre Gefühle errichtet, die es Luke schwer machen sie zu durchdringen. Ist sonst der sog. "tortured hero" ein gern genommenes Heldenbild, ist Devon eindeutig eine "tortured heroine" - wobei sie keineswegs eine jammernde Heulsuse ist, im Gegenteil.
Gerade als sie anfängt sich ihm mehr und mehr zu öffnen, und ein erfüllteres Leben zu führen geschehen seltsame Dinge. Ein Stalker hat es auf Devon abgesehen. Dieser Stalker weckt in dem normalerweise recht besonnenen Luke natürlich den Beschützerinstinkt und er holt immer mal den Höhlenmenschen hervor – der manchmal übersieht, dass seine Devon gar nicht so "fragil" ist wie er immer meint.

Neben diesem Erzählstrang gibt es noch einen zweiten, der mehr oder weniger als Einführung für einen 2. Teil dient. Luke hat nämlich einen Zwillingsbruder, Quinn. Seine Story wird in „Broken“ erzählt (erscheint am 2.3.2010). Auf sein Buch bin ich schon sehr gespannt, denn wenn Luke auch ein interessanter Held war, so ist er doch glatter und unkomplizierter als sein Zwilling. Was für mich Sinn machte, denn seine Gewohnheit mit jemandem wie Quinn klar zu kommen und bedingungslos zu akzeptieren und zu lieben machte es für ihn leichter eine Frau wie Devon, mit all ihrem seelischen Ballast, an seiner Seite zu schätzen, zu achten und zu lieben.

Es war schön mal wieder einen Romantic Suspense zu lesen, der nicht gar zu blutig eklig war und keine paranormalen Elemente aufwies – wenn man einmal von dem mysteriösen emotionalen Band zwischen Zwillingen absieht :) Devon und Luke wachsen einem schnell ans Herz, vor allem Quinn aber lässt einen jedesmal aufhorchen wenn er auftaucht. Er stiehlt seinem Bruder schon etwas die Show. Insgesamt war dieses Buch vielleicht kein 100%iger Megakracher, aber es war gut. Es hatte ein paar Längen und ein paar zu viele Wiederholungen, aber ich habe es dennoch sehr gern gelesen und es hat mich vor allem neugierig auf Teil 2 gemacht! In diesen mageren Romantic Suspense Zeiten würde ich das Buch auf jeden Fall allen empfehlen die vergeblich nach Neuem suchen in der Sparte.

______________
Eure Cleopatra

http://www.shilohwalker.com/

Buch bei Amazon


 
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis