Montag, 14. Juni 2010

J.R. Ward: Lover Unbound / Seelenjäger und Todesfluch (BlackDaggerBrotherhood 5)

Bei Vishous ist der Name Programm. Er leitet sich wohl von "vicious" ab und das bedeutet soviel wie böse, lasterhaft oder teuflisch. Nun ja, mit bestimmten Lastern läßt sich gut leben :-)... .

Warum ich von Anfang an so gefesselt (kleines Wortspielchen :-)) von V war, läßt sich recht einfach erklären: Er ist jemand, der dir mit einem Blick zu verstehen gibt, wer der Boss ist und zwar so, dass Du nicht wiedersprichst und gleichzeitig immer mehr davon willst :-). Man hat das Gefühl, dass er dir auf den ersten Blick zu verstehen gibt, dich und deine Geschichte kennt, vollständig, vom Anfang bis zum Ende. Seine Augen haben die Farbe von klaren Diamanten und sie sehen mehr, als wir wohl jemals erahnen können. Vishous ist der intelligenteste aller Brüder, spricht 16 Sprachen fließend und ist ein absolutes Technikgenie (gib ihm einen Laptop und eine elektrische Zahnbürste und er läßt McGyver alt aussehen). LOL Er ist zu unendlicher Zerstörung fähig und hat die Gabe (oder den Fluch) Ereignisse aus der Zukunft sehen zu können. Sein Leben lebt er eher "unkonventionell" (genau wie seine Vorlieben) und ich würde Lügen, wenn ich sagen würde, dass das nicht enorm zu seiner Faszination beträgt ;-).
Er ist von Natur aus ein dominanter Mann und dazu absolut "sexy as hell".

Auf der anderen Seite gehört er zu den "most tortured heros" der Reihe, und das will was heißen, denn die ganzen Brüder haben den Ausdruck "tortured hero" auf eine ganz neue Stufe gehoben. V wuchs bei seinem sadistischen Vater "Bloodletter" in einem "War Camp" auf und hat dort unausprechliche seelische und körperliche Misshandlungen durchleiden müssen. Diese Jahre haben tiefe Spuren in ihm hinterlassen, seine Mutter hat er nie kennen gelernt und eine "Heimat" hat er erst in der Bruderschaft gefunden.

Nun, kurz vor seinem 303. Geburtstag bekommt er von der Scribe Virgin eine für ihn völlig unerwartete "Offenbarung".
Er ist ihr Sohn und sie hat ihn dazu auserkoren der neue Primal zu werden. Damit liegt die Hoffnung der ganzen Rasse auf seinen Schultern, denn er ist nun dafür verantwortlich, den Erhalt der beiden "Eliten der Vampire", die Auserwählten und die Brüder, zu sichern.

Natürlich kommt alles anders als gedacht. Nachdem er bei einem Kampf mit den Lessern gefährlich verwundet wird, schaffte er es nicht mehr, sich in Sicherheit zu bringen und wird in ein normales Krankenhaus abtransportiert. Dort versetzt er mit seinen zahlreichen vampirrassetypischen Anomalien der jungen Ärztin Jane nicht nur den Schock ihres Lebens, sondern weckt auch ihr Interesse.
V dagegen empfindet zu allerersten Mal in seinem Leben territoriales Besitzdenken bei einer Frau, wann immer diese junge Ärztin in seine Nähe kommt scheint sein hyperintelligentes Hirn heiß zu laufen und er kann nur noch einen Gedanken fassen: "Diese Frau ist Mein." Darum nimmt er sie auch kurzerhand einfach mit, als seine Brüder ihn aus dem Krankenhaus befreien... .

Damit nehmen die Geschehnisse ihren Lauf und das Schicksal der beiden ist besiegelt. Auch wenn der Weg, bis sie sich schlussendlich finden, wie üblich noch recht steinig wird... . Jane ist ein Mensch und hat in der Welt der Vampire eigentlich nichts zu suchen, wenngleich schon Mary ein paar Bände zuvor hier schon die große Ausnahme war und als Menschenfrau ihren Weg zu Rhage fand. Dazu kommt, dass Jane nicht der Typ "unterwürfiges Frauchen" ist und eigentlich eigene Pläne mit ihrem Leben hat, ebenso wie V, der nicht nur mit seiner Vergangenheit und prophezeiten Zuknunft ringt, sondern weiterhin fest davon überzeugt ist, alles andere als die erste gute Wahl bei der Partnersuche fürs Leben zu sein.

Auch dieses Buch habe ich na
hezu inhaliert, J.R. Ward hat so eine geniale Art zu schreiben, dass man schier Schnappatmung bekommt, wenn man nicht sofort weiterlesen kann :-).
Hocherotisch, superspannend, einfach nur unbeschreiblich gut!!!


Anmerkung: Das einzige, was mich wirklich an dem Buch gestört hatte, ist, dass wir die ultraharten Kerle, die wir bislang immer (supermarkig, männlich mit "heavy Profile") als Nebenfiguren total anschmachteten, dann in ihren eigenen Stories irgendwie "weichgespülter" präsentiert bekommen von J.R. Ward. So richtig versteh ich das nicht. Es ist so, als ob wir mit den besten und feinsten Zuckerwürfeln angefüttert würden, um dann, wenn wir am Haken sind, Süßstoff vorgesetzt zu bekommen. :-) Ich wollte in dem Buch genau den harten, kompromislosen Vishous haben, der mir in den vier Bänden vorher so schmackhaft versprochen wurde und irgendwie hab ich den während des ganzen Lesens ständig gesucht. Wir haben zuviel und zu oft nur die "sanfte Seite des Kriegers" gesehen, nicht das, was ich von ihm verstärkter erwartet hatte. Aber gut, natürlich war und ist er noch immer "mein" V und ich habe seine Geschichte sehr genossen :-). (Sorry, aber bei V werd ich mal ausnahmsweise territorial! LOL)

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Alles Liebe, Eure Orchidee!
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P.S. Sorry, ich hab leider kein Bild für Jane :-), ich war gedanklich immer zu sehr mit V beschäftigt um mir Jane genauer vorstellen zu können LOL!!
(c) die Bilder hab ich alle aus dem Netz, sie gehören nicht mir, sie sind mit ihren Netz-Quellen verlinkt!
 
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