Dienstag, 3. August 2010

Rebecca Abrantes: Exklusives Interview!


Rebecca Abrantes ist die erfolgreiche Autorin des Paranormal Romance Romanes "SchattenBlut" und hat uns nun aus Anlass der Veröffentlichung des zweiten Teils rund um Darian und Faye "BlutSchatten" im September 2010 ein ausführliches Interview gegeben. Tausend Dank an diese äußerst sympathische Erfolgsautorin :-).

Orchidee: Liebe Rebecca, bevor wir mit dem eigentlichen Interview starten, stellst Du Dich uns bitte kurz vor? Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen? Was zeichnet Dich aus? Was ist "typisch Rebecca"?

Rebecca: Oh je, diese Frage sollte eher meinem Umfeld gestellt werden, weil ich mich selbst schlecht einschätzen kann. Privat bin ich Mutter und Managerin einer siebenköpfigen Familie, die inzwischen jeder Form des zwischenmenschlichen Katastrophenalarms gewachsen ist – alles reine Routine. Ich halte mich persönlich für einen Menschen, dem nichts menschliches mehr fremd ist. Ich halte mich für tolerant genug, Dinge und Geschehnisse als das zu akzeptieren, was sie sind, und für neutral genug, sie nicht zu persönlich zu nehmen und zu bewerten. Was mich auszeichnet? Hm, ich glaube, das muss ich meinen Mann fragen. – Pause – Seine Antwort: Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit, Weitblick und die Fähigkeit, für alles, was sie tut, die volle Verantwortung zu übernehmen ohne dafür jemals einen Schuldigen zu suchen, falls es schief geht. – Pause – Ich möchte das gern so stehen lassen. Typisch ist für mich, dass ich meinen Mund aufmache, wenn es angebracht ist, und dass ich schweige, wenn ich negatives oder nichts zu sagen habe. Ich glaube, ich kann gut zuhören und notfalls den Kasper machen, um geknickte Gemüter wieder aufzurichten. Und ich bilde mir ein, Humor zu haben. ;-)

Orchidee: Woher nimmst Du die Anregungen für Deine Bücher? Speziell für die Schattenblut-Reihe?

Rebecca: Die Anregungen sind längst da, man muss nur mit offenem Blick durch die Welt spazieren. Dazu kommt eine Prise Romantik, ein wenig gepfefferte Dramatik, ein Krümelchen Salz für eventuelle Tränen, und jede Menge Schmalz. Fertig ;-) Die Idee für SchattenBlut entstand in einem Chat vor drei Jahren. Mitten in der Nacht zu chatten kann ungeahnte Folgen haben. Ich wurde damals in einem recht vereinsamten Chat von einem finster wirkenden Chatter gefragt, ob ich Angst vor Vampiren hätte, worauf ich mit der Gegenfrage kam, ob er denn Angst vorm Zahnarzt hätte. Voilá, der Plot war geboren.

Orchidee: Du bist in verschiedenen Genre daheim, in welchem fühlst Du Dich aber am wohlsten?

Rebecca: Ich könnte kein Genre bedienen, in dem ich mich nicht wohlfühle. Da bin ich egoistisch. Schon beim Schreiben möchte ich eine wunderschöne Reise gestalten, auf die ich den Leser später mitnehmen darf. In welche Epoche oder welches Genre sie führen wird, entscheide ich recht spontan.

Orchidee: Hast Du vieles schon selbst ähnlich erlebt, wie Du es beschreibst? Wie viel von Dir selbst steckt in Deinen Figuren?

Rebecca: Es stecken immer eigene Erfahrungen und Teile der Persönlichkeit in den Figuren. Ich glaube nicht, dass ich fähig bin, eine völlig fiktive Figur, die meinem eigenen Charakter entgegensteht, aus dem Ärmel zu schütteln. Das wäre Betrug am Leser, denn er würde es sofort merken, weil es erzwungen klänge.

Orchidee: Erkennen sich manchmal Leute in Deinen Figuren wieder?

Rebecca: Ich denke schon, denn ich nutze oftmals Alltagssituationen, die jeder kennt. Sei es der Einkauf in einem Kaufhaus, oder etwas so Banales wie das Aufsuchen einer Toilette. Jeder sieht dort automatisch in den Spiegel, die übrigens gnadenlos gegenüber jedem noch so kleinen Fältchen im Gesicht sind.

Orchidee: Weißt Du immer am Anfang eines Buches schon, wie die Geschichte endet?

Rebecca: Nein, denn jede Geschichte entwickelt ein Eigenleben und oftmals ist es auch für mich überraschend, welche Wendungen sie nehmen und wo sie am Ende landen.

Orchidee: Wie lange dauert die Arbeit an einem Buch?

Rebecca: Das ist ganz unterschiedlich. Der Merian-Code ist in sechs Wochen entstanden. SchattenBlut benötigte ein komplettes Jahr nur fürs Schreiben, die Korrekturen, Entwürfe fürs Cover usw. nicht mitgerechnet, damit waren es gut zwei Jahre. Und BlutSchatten war vom Skript her innerhalb eines halben Jahres fertig.

Orchidee: Wer ist Dein wichtigster Kritiker und wie gehst du mit Kritik um?

Rebecca: Kritik ist ganz wichtig, denn ohne Kritik kann sich niemand wirklich weiterentwickeln. Allerdings erhoffe ich mir stets sachliche Kritik. Ich lese sie durch und überprüfe sie für mich auf Sinn und Dienlichkeit. Trifft sie zu, ändere ich etwas, trifft sie nicht zu, ist sie für mich unerheblich. Ich glaube, mein größter Kritiker bin ich selbst. Schon einige Male wurde ich davor zurückgehalten, ganze Texte in den virtuellen Mülleimer zu befördern, weil anscheinend nur ich sie für schlecht hielt.

Orchidee: Was muss für dich ein Buch haben, damit es dich unterhält und welche Genre und Autoren liest du privat gern?

Rebecca: Es kommt auf meine jeweilige Stimmung an. Manchmal suche ich einfach nur Zerstreuung und klemme meine Nase zwischen die Seiten eines historischen LiRos. Einfach mal abschalten und in purer Romantik schwelgen. Dann gibt es aber auch wieder Tage, da hole ich Patricia Cornwell vor und tauche mit Dr. Scarpetta in die Welt der modernen Pathologie ab, wo es vor menschlichen Abgründen nur so wimmelt.

Orchidee: Welches Buch ist Dein absolutes Lieblingsbuch?

Rebecca: Ich habe keins.

Orchidee: Wie geht es mit Faye und Darian weiter? Geht es nach Blut Schatten überhaupt weiter?

Rebecca: Erst einmal ist Pause. Ich bin noch am überlegen, ob und wie ich es weitergehen lasse. Ein paar Ideen schlummern zwar noch im Oberstübchen, aber die lasse ich erstmal liegen, weil ich andere Projekte im Auge habe.

Orchidee: Was für andere Projekte schlummern noch in Deinen Schubladen?

Rebecca: Eine dieser Schubladen mit einem hist. LiRo habe ich derzeit geöffnet und in Arbeit. Ansonsten liegt noch ein Jugendroman angefangen herum und ein uraltes Skript, bei dessen bloßen Anblick mich das Grauen ereilt, weil ich es komplett umschreiben möchte.

Orchidee: Neben dem Schreiben, was ist Deine größte Passion und warum?

Rebecca: Oha, böse Frage. *zwinker* … Ich telefoniere gern mit Freunden/Innen, das lenkt so herrlich ab. Und ich liebe es, lange zu schlafen – was leider nicht allzu häufig vorkommt. Sonst steht meine Familie im Vordergrund.

Tausend Dank an Rebecca Abrantes für dieses offene und vor allem interessante Interview!! Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass die Autorin nicht nur wundervolle Romane zu Papier bringt, sondern auch eine der vielschichtigsten, freundlichsten, liebsten und spannendsten Frauen ist, die mir je begegnet ist :-).

Mir bleibt jetzt nur zu sagen: Genießt Darian und Faye II und hofft mit mir auf eine baldige Fortsetzung!! :-) Ich kann es jedenfalls jetzt schon kaum erwarten!!

Alles Liebe, Eure Orchidee!!

 
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