Dienstag, 6. Juli 2010

Sherrilyn Kenyon: Dance with the Devil / Prinz der Nacht (Dark-Hunter Book 4)

Oh Zarek. Sherrilyn hat es ja bekanntlich mit den tortured heros und mit Zarek erschuf sie einen, der mir lange im Gedächtnis blieb. Um Zarek zu verstehen, will ich mal kurz umreißen, wie Sherrilyn ihn selbst auf ihrer Homepage beschreibt:

Zarek wurde geboren als ungewollter Sohn einer griechischen Sklavin und eines römischen Senators. Nur Momente nach seiner Geburt gab ihn seine Mutter einem Diener mit der Order, das Baby zu töten. Der Diener brachte es aber nicht übers Herz und übergab den Säugling seinem Vater. Sein Vater allerdings hatte keine Verwendung für ihn, schon gar nicht als Sohn und so wurde Zarek der "Prügelknabe" dieser noblen römischen Familie. Was für ein grausames Schicksal! Keiner weiß, wie er starb oder warum er seine Seele an Artemis verkaufte, er hütet dieses Geheimnis gut. Er lebt zurückgezogen und interagiert nur selten mit anderen Dark-Huntern. Aufgrund seiner eher "instabilen" Persönlichkeit, Gefährlichkeit und seiner Weigerung auf Befehle zu hören (selbst wenn sie von Artemis kommen), lebt er in Alaska, wo sein Interaktionsraum sehr eng ist und er gut unter Kontrolle gehalten werden kann. Viele haben Angst vor ihm - berechtigt - und fürchten den Tag, an dem er seine Kräfte gegen die Menschheit oder die Daimons losläßt.

Zarek hat mir beim lesen das Herz gebrochen. Sein menschliches Leben war von unendlicher Grausamkeit geprägt und hat mich tief betroffen zurück gelassen. Er ist gebrochen und sein abwehrendes Verhalten reiner Selbstschutz. Er wurde zu oft und zu tief verletzt, als dass er sich noch um die Gefühle anderer kümmern kann oder um seine eigenen... .

Das Buch setzt direkt an Talons und Sunshines Happy-End an. Zarek hat jeglichen Lebensmut verloren und vermutet auch, dass er nun endgültig auf Artemis Abschussliste steht. Die Tage in New Orleans haben ihm gezeigt, dass niemand ihn um sich haben will. Einzig Sunshine brachte ihm Freundlichkeit entgegen und machte ihm ein kleines Geschenk - das erste seines ganzen langen Lebens.

Während Artemis also schon längst ihren Killer Thanatos auf Zarek gehetzt hat, erhandelt Ash noch einen letzten Aufschub für Zarek. (Mal wieder hält Ash seinen Kopf und Körper hin! Er ist wirklich eine unglaubliche Figur!) Er macht einen Deal mit Artemis: Astrid, Schwester der Schicksalsgöttinen und selbst Gerechtigkeitsnymphe, soll zu Zarek gesandt werden und herausfinden, ob er ein ein Herz hat oder einfach nur verrückt und gefährlich ist.

Astrid selbst hadert schon lange mit ihrem Schicksal. Sie ist "abgestumpft" und müde vom richten über die Menschen, denn sie fand noch nie ein "Herz ohne Schuld" unter ihnen. Nur weil sie Ash einen Gefallen tun möchte willigt sie ein nach Alaska zu gehen um Zarek zu prüfen... . Doch sie geht mit wenig Hoffnung. In dieser Zeit auf der Erde wird sie blind sein, damit sie tatsächlich nur mit ihrem Herzen richten kann.

Was sie in Alaska vorfindet hatte sie so nicht erwartet. Thanatos ist auf eigener Rachmission gegen Zarek und läßt sich nicht mehr zurückpfeifen und ein Himmelfahrtskommando todbringender Squires haben ihn schon schwer verwundet, in letzter Sekunde kann sie ihn in Sicherheit bringen und die Dinge nehmen ihren Lauf... .

Ein wundervolles Buch mit einer "heartbreaking" Lovestory!! Astrid und Zarek sind großartig und ich hab jede Seite uneingeschränkt genossen!! Am Ende musste ich ein paar Mal sehr Lachen, wenn Zarek seine "neuen Kräfte" an Val probiert :-))).
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Alles Liebe, Eure Orchidee!
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P.S. Wer den deutschen Titel "Prinz der Nacht" schon fragwürdig findet ("Tanz mit dem Teufel" war wohl nicht mehr frei??), der sollte sich lieber nicht auch noch das deutsche Cover ansehen:-). LOL! Ich bin ja sonst sehr tolerant, aber ich möchte mir lieber nicht ausmalen, was wohl Zarek zu diesem grottigen Cover sagen würde. Was hat sich Blanvalet bloß nur dabei gedacht, diesem Buch ein solches Schnulzencover zu verpassen?? Wahrscheinlich gar nichts! LOL! Es wird der Reihe und vor allem der Story überüberhaupt nicht gerecht und lenkt die Leserinnen in eine gänzlich falsche Erwartungshaltung.

(c) die Bilder habe ich von den Profilseiten von Sherrilyn Kenyons Homepage

 
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