Dienstag, 7. September 2010

Rebecca Abrantes: Blut Schatten

Blut Schatten ist eines dieser raren Wunderwerke, das beweist, dass die Fortsetzung manchmal sogar noch besser als Teil 1 sein kann! Das Buch ist randvoll mit liebenswerten Figuren, pointiertem Humor, einer rasanten und überraschenden Storyline und zwischen den Zeilen schimmert auf herrlich subtile Art Weisheit, Erfahrung sowie Situations- und Alltagskomik.

Aber erstmal ein paar Sätze zum Inhalt: Das Buch setzt exakt an Schatten Blut an. Faye ist ja schwanger und bricht mit Darian, Jason, Steven und ihrem Vater Duncan nach New York auf zu Alister, ihrem Bruder.

Alister (ein echtes Prachtexemplar, ich sag nur Wildlederhosen, offenes Hemd, schulterlanges Haar, muskulöse Erscheinung und eine ordentliche Portion *grrr* inklusive Alphaverhalten :-)) hält dort auch eine große und siebzehn Jahre alte Überraschung für alle bereit - Kimberly, seine herrlich freche Tochter und Goth-Girl aus Passion! :-) Alister schreit meiner Meinung nach nur so nach einem Spin-off Buch, vor allem, da er ja mit Maja schon eine tolle Partnerin mit Profil an seiner Seite hat (vielleicht liest das ja die Autorin und bemerkt mein Betteln ? :-)).
Beide (Al und Kim) haben eine alte Reliquie ergattert, hinter der auch so manch andere Gestalt von der "dunklen Seite" her ist. Am gefährlichsten wird ihnen dabei Letavian, der Hüter der alten Artefakte und selbst unberechenbarer Vampir. Doch hinter den offensichtlichen Gefahren lauern noch mehr, dort lauert eine dunkle und mächtige Bedrohung, die das zerstören will, was Faye am meisten liebt - Darian.

Darian verändert sich und Faye steht hilflos daneben, da sie ihn scheinbar nicht mehr erreicht. Doch sie wäre nicht Faye, wenn sie sich einer Situation einfach so ergeben würde. Sie erhält dabei auch immer wieder ungewöhnliche Schützenhilfe, von himmlischer und von unerwarteter Seite. Dabei werden verdeckt Fäden gezogen und der "Puppenspieler" (oder besser die Puppenspielerin) dahinter offenbart sich erst nach einiger Zeit.

Zwei weitere faszinierende Nebenfiguren sind der native american Thomas und sein Sohn "Little Leaf", Thomas ist ein guter Freund von Alister und "Little Leaf" scheint schon jetzt eine ganz besondere Beziehung zu Darians und Fayes Kind zu besitzen. :-)

Es entspinnt sich im Laufe des Lesens ein dichtes Netz aus Rätseln, Visionen und Geheimnissen, welches den Leser auf eine unvergessliche Reise entführt. Dazwischen gibt es noch eine romantische Stippvisite auf das unvergleichliche Belvedere Castle mitten im New Yorker Central Park. Wahnsinn!!

Sehr amüsiert haben mich ebenfalls Duncan, Jason und Ernestine, die drei sind ja immer für eine Überraschung gut! :-)

Wenn gegen Ende die Stränge der Handlung wieder zusammengeführt werden und wir auch das Geheimnis um Darians Vergangenheit erfahren, offenbart sich das geniale Erzählgenie der Autorin und das Innovationspotenzial der Geschichte. :-) Ich jedenfalls kann Blut Schatten gar nicht genug loben, ich finde es schlichtweg einfach großartig! :-)

Alles Liebe, Eure begeisterte Orchidee!
 
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