Freitag, 10. Juni 2011

J. D. Robb - Spiel mit dem Mörder (Eve Dallas 10)


Dieses (Hör-)Buch hat mich wirklich überrascht. Den Start fand ich etwas langsam, dafür gewann die Story aber dann so schnell an Tempo, dass ich es beim Zuhören kaum schaffte, den Mund zu schließen! :-)

Der Kriminalfall ist wieder so geschickt und kunstvoll konstruiert, wie ich es in den nun 10 Fällen von Eve Dallas lieben gelernt habe. Bis zuletzt hatte ich keine Ahnung, wer nun eigentlich der Mörder war und warum! Dabei scheut J.D. nicht die deutliche Sprache und legt bei der Kreation ihrer Figuren eine Perfidität an den Tag, die mich mehr als einmal hat erschaudern lassen! Dazwischen schimmert immer wieder Eves Vergangenheit dicht unter der Oberfläche durch und bringt die taffe Polizistin fast an ihre emotionale Grenzen. J.D. Robb ist eine Meisterin ihres Faches!

Kurz ein paar Sätze zum Inhalt:
In einem von Roarkes Theatern feiert ein neues Stück Premiere, es ist die Bühnenadaption des Klassikers "Zeugin der Anklage" von Agatha Christie. Eve und Roarke sitzen im Publikum und haben sich auf einen vergnüglichen Abend eingestellt. Als aber gegen Ende des Stückes der "Mord" geschieht, sind alle Schauspieler plötzlich in heller Aufruhr. Denn der Hauptdarsteller Richard Draco ist tatsächlich vor den Augen unzähliger Menschen ums Leben gekommen... .

Weil Eve nunmal schon da ist (und sie sowieso die Beste ist), beginnt sie umgehend das Kommando zu übernehmen und zu ermitteln... . :-)

Der Blick hinter die Kulissen der Theaterwelt war sehr spannend erzählt, ebenso wie die zahlreichen Launenhaftigkeiten und Schrullen der Schauspieler und Schauspielerinnen. Diese Theaterwelt ist doch ein ganz eigener Mikrokosmos der Eitelkeiten... .

Jedenfalls tritt Eve bei den Ermittlungen eine ganze Weile auf der Stelle, da diese verschworene Gemeinschaft sich nicht gerade kooperativ zeigt. Nur haben alle und dabei vor allem der Mörder, nicht mit der Zähigkeit von Eve gerechnet!

Es stellt sich heraus, dass der gefeierte Star des Stückes, Richard Draco, zwar ein brillianter Schauspieler war, menschlich allerdings eher als das Äquivalent für "Rattendreck" bezeichnet werden könnte. Er war ein egozentrischer und narzistischer Frauenhasser, der es liebte, junge Frauen zu umgarnen und dann auf das grausamste zu behandeln und zu brechen. Es gibt eine unzählige Riege derart benutzter Damen, die seinen Weg säumten und davon führen manche Spuren nicht nur viele Jahre zurück, sondern auch direkt ins Ensemble des aktuellen Bühnenstückes... .

Nette Nebenfiguren und die Weiterverfolgung der Nebenstränge gibt es natürlich wieder inklusive :-). Neben Nadine Fürst, haben mir diesmal vor allem Peabody und McNab viel Spass gemacht. Ich hoffe nur, dass sich auch noch was nettes für Charles findet!! :-))

Unterhaltung auf bestem Niveau!!

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Alles Liebe, Eure Orchidee!!
 
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