Freitag, 20. Januar 2012

Devlin & Garrick von Cameron Dane

Vorgeschichte:
Devlin Morgan ist 23 als er ein für ihn gewagtes Unterfangen durchführt. Er reist für ein Wochenende aus dem beschaulichen Redemption in Maine an die Westküste, um eine gay Bar zu besuchen. In der Anonymität der Fremde ist er mutig, doch der Abend ist eher enttäuschend und er fühlt sich total fehl am Platze in dieser stylischen Techno-Bar. Als er gerade gehen will, spricht ihn jemand an.

Gradyn Connell weiß genau, dass der junge, unschuldig wirkende, etwas nervöse Mann in der Bar genauso falsch geparkt ist im Moment wie er selbst. In einem mutigen Moment spricht er ihn an. Beide wissen, dass es wahrscheinlich die blödeste Idee ihres Leben ist, doch sind sie sofort magisch angezogen voneinander und verlassen die Bar in Richtung eines Motels ...

Am Ende liegt ein magisches Wochenende hinter ihnen und beide sind - auch wenn es ihnen der Verstand noch versagt - restlos ineinander verknallt. Doch alles Schöne hat einmal ein Ende und ihr Leben ruft sie jeweils in ihre Verpflichtungen zurück. Der eine an der Westküste, der andere and der Ostküste. Ein halbes Jahr lang telefonieren und e-mailen sie miteinander, bis Gradyn von einem Tag auf den anderen den Kontakt abbricht. Devlin ist am Boden, doch bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich wieder aufzurichten und sein Leben weiterzuleben.

Hauptstory:
Die Jahre vergehen. Devlin ist nun Ende zwanzig und arbeitet in Redemption als Vollzeit Feuerwehrmann. Gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester lebt er in einem Apartment und das Leben ist gut soweit. Als er eines Tages seine Schwester in deren Autowerkstatt besucht, stellt sie ihm einen neuen Angestellten vor: Garrick Langley ist sein Name. Und obwohl dieser Garrick weder Tattoos, einen kahlrasierten Kopf noch grüne Augen hat - so wie Gradyn - ist sich Devlin 100% sicher, dass es sich bei dem Mann um Gradyn handelt. Die Stimme, der Blick ... auch wenn dieser blau ist. Garrick behauptet allerdings, er kenne keinen Gradyn. Devlin beschließt hinter Garricks/Gradyns Geheimnis zu kommen, koste es was es wolle.

Die Geschichte wird in Rückblenden auf jenes wichtige Wochenende im Leben der beiden Männer und in der Gegenwart beschrieben. Normalerweise stehe ich nicht so auf Rückblende-Stories, aber hier hats prima funktioniert. Das Buch ist eindeutig bei Erotic Romance einzuordnen, die Liebesszenen sind detailliert und nehmen viel Platz im Buch ein. Es geht mitunter leidenschaftlich und heftig zur Sache, wer also noch nicht Routine mit sich liebenden Männern hat, braucht hier einen Rote-Ohren-Schutz ;) Der TMI*-Faktor war für mich sehr hoch. Wobei man dazu sagen muss, dass Cameron Dane immer akurat Gefühle und Emotionen einarbeitet, so dass die Szenen nie einfach plump um des Aktes Willen eingestreut sind. Devlin und Garrick liegen voll auf einer Wellenlänge, sind gut füreinander, ihre Gespräche sind lang und wertvoll für sie - ihre Liebe zueinander wächst von Seite zu Seite und dem Leser ans Herz.
Wie immer schreibt Cameron Dane routiniert und flüssig, vermittelt wie gesagt Emotionen und große Gefühle, zeichnet wunderbar lebendige Figuren, denen man ihr happy end sowas von gönnt, denn leicht haben sie es selten. Sie ist eine extrem gute Autorin, vielseitig in ihrem Genre und sie zu lesen macht einfach Spaß.

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eure Cleopatra

* tmi= too much information

Kommentare:

  1. Ich habe inzwischen Band 1 und Band 2 gelesen und beide gefallen mir sehr gut, wobei ich den hier genannten Band einen ticken besser fand. Ich muss auch Cleopatra zustimmen, der TMI-Faktor war wirklich sehr hoch. Manche Szenen hätte man definitiv kürzen bzw. weglassen können. Davon abgesehen fand ich beide Bücher schön geschrieben, der Herzschmerk kommt sehr gut rüber. Im Gegensatz zu so manch anderem Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe, da hatte ich oft den Eindruck, die Liebesszenen stehen im Vordergrund.

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  2. Ehem... ich meinte natürlich "Herzschmerz"...

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  3. Hi Fussel, genau - Band 2 war noch ein bisschen bewegender. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, das sind die emotional "reifsten" ihrer Bücher, auch schreibtechnisch fand ich sie am besten bisher.

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