Freitag, 6. Juli 2012

Kissin' Tell - von Lorelei James

(Der Titel passt ja zum heutigen Tag des Kusses *G*)

Georgia Hotchkiss wollte eigentlich nie, nie wieder zurück nach Sundance. Hier lebt ihr Vater und ihr Ex, sowie einige schmerzhafte Erinnerungen an eine High-School-Zeit in der ihr viel Mißgunst und Neid entgegen geschlagen ist. Aber das schlimmste: Die Erinnerungen an ihren Zwillingsbruder und sein Unfall bei dem er ums Leben kam. Diesen Verlust hat sie nie überwunden, und hier in Sundance schlägt das alles über sie ein. Warum sie dennoch wieder dort ist, hängt mir ihrem Job zusammen, der sie zurück in die Heimat geführt hat. Wenn auch nur vorübergehend. Zu allem Überfluss steht auch noch ein 10jähriges Klassentreffen an, bei dem sie eigentlich nicht auftauchen wollte. Doch ihre Freundin überredet sie dort zusammen mit Tell McKay einzutrudeln und es allen zu zeigen - denn Tell McKay genießt nicht nur den Ruf der allen männlichen Mitgliedern seiner Familie anhängt, er lebt ihn auch teilweise tatsächlich und ist ein echter Hottie.

Georgia ist überrascht, denn aus dem geekischen, unsicheren Jungen, der leicht manipulierbar war während der Schulzeit ist ein ganzer Kerl geworden. Ein Cowboy mit einem Ruf und einer Ausstrahlung die alle Mädels im Ort auf der Stelle in ihre Socken schmelzen lässt. Auch auf Georgia hat er eine Wirkung, wobei sie ihn tatsächlich schon immer gern mochte, aber derart unter dem Pantoffel ihres damaligen Freundes und Jetzt-Ex-Mannes stand, dass sie ihm unwissentlich immer irgendwie weh getan hat.

Für Tell wird ein (feuchter) Jugendtraum wahr. Georgia Hotchkiss fragt ihn ob er sie zum Klassentreffen begleitet. Er sagt zu. Charmeur und Egoist zugleich, legt er ein paar Parameter für dieses Abkommen fest, in der Hoffnung seine Jugendliebe endlich ins Bett zu bekommen... umso besser, dass Georgia einem Deal ganz und gar nicht abgeneigt ist...
 

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich dem Buch hier einen Platz einräume, weil dies ja ein Empfehlungs-Blog sein soll, und kein "kannste lesen, oder auch lassen"- oder gar Bash-Blog ... Nicht dass das Buch bashesnwert wäre, NEIN! Aber es ist eher so mittelprächtig. Ich habe schon 2 Tage nach Beendigung Probleme gehabt mich noch an Details zu erinnern, auf eine Rezi hatte ich tagelang keine Lust und das sagt eigentlich schon aus, dass es kein besonders nachhaltiges Buch ist.
Andererseits, es gehört zu dieser langen und durchweg guten Serie und da gehört es einfach rein, weil: es war ja nicht schlecht!! Also es ist kein Überflieger, aber als Teil der Serie eine nette Ergänzung, die allerdings für mich ein paar Unebenheiten hatte. Da wäre vor allem Georgias Charakter, sie war für mich zu unklar. Ich bin aus ihr und ihren Beweggründen überhaupt nicht schlau geworden, die Frau erschloss sich mir einfach nicht. Was Tell an ihr so klasse findet, ich habs bis jetzt noch nicht ganz kapiert. Tell ist nett, natürlich "tiefer und nachdenklicher" als er sich gibt, aber auch ein bisschen wie auf dem Reißbrett konstruiert ... insg. ergab das nicht so die Chemie zwischen den Protas wie ich es von LJ gewöhnt bin, aber das ist Jammern auf immernoch gutem Niveau!
Was mir allerdings wirklich als negativ in Erinnerung geblieben ist, dass der McKay Clan insg. so schlecht wegkommt. Die Familie, vor allem AJ, wird als recht feindselig Georgia gegenüber dargestellt, überhaupt wenn ich dieses Buch zuerst lesen würde, ich würde mich keine Minute für die recht negativ dargestellten Familienmitglieder interessieren. Sicher ist es schön, dass LJ keine zweiten Waltons gebastelt hat (zu denen gibts im Buch sehr nette Bezüge *G*) aber etwas sympathischer hätten sie ruhig rüberkommen dürfen ;) Aber egal, im Großen und Ganzen ein solider Rough Rider Teil, der einfach dazugehört.

Jetzt fehlen noch 2, dann hat sie glaube ich die ganze Familie unter die Haube gebracht und jew. einen Stall voll Kinder kriegen lassen ;)

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eure Cleopatra

Kommentare:

  1. Ich kann das nur unterschreiben. Tell fand ich nett, aber Georgia eher verwirrend.
    Was mir positiv aufgefallen ist, dass die beiden bei Missverständnissen sich zusammengerauft und geredet haben. (Das ewige totschweigen von Problemen in manch anderen Büchern finde ich immer schrecklich.)
    Was ich ja ganz interessant finde würde, wäre ein Einblick in das Familienleben der bereits verheirateten, den es in diesem Buch immer nur ganz kurz gab, bzw. AJ Konflikt mit dem Kinderkriegen.

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    1. Ich bin froh, dass ich nicht alleine dastehe mit meinem Eindruck von Georgia ... die war nicht Fisch nicht Fleisch. SEP benutzt dieses Schema der unverstandenen, nach Jahren wieder irgendwo auftauchenden Heldin, aber sie macht das mMn perfekt, während hier LJ irgendwie nicht ganz den Finger drauflegen konnte.

      Ich kann das "nicht miteinander sprechen" auch nicht leiden, das Problem hatten aber soweit ich mich erinnere LJs Protas bisher nicht so. Vllt. lesen wir sie deswegen so gern ;)

      Ich denke zu viele Einblicke würden vllt. zu sehr von dem Hauptpaar ablenken, und wenn dieses, wie in diesem Fall, etwas schwächelt, dann wäre das womöglich nicht so gut.

      Nach wie vor meine Lieblinge der Serie sind für mich Rough, Raw and Ready und Chasin' Eight. Gerade bei letzterem fand ich die Dynamik des Paares sehr gelungen!

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    2. Ich meinte das mit den Einblicken eher so, dass sie ruhig wieder mit dem ersten Paar anfangen kann :) Ansonsten wäre es sicher für die Dynamik des Buches nicht sehr vorteilhaft.
      Mein absoluter Liebling ist Ben. Das Buch fand ich am überzeugendsten.

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