Dienstag, 4. Dezember 2012

An Improper Holiday von K. A. Mitchell

 
Kleines m/m Regency-Schmankerl für die Vorweihnachtszeit. 





Ian Stanton ist der Zweitgeborene eines Earls, und er war Zeit seines Lebens ein gehorsamer Mensch, tat alles was der Vater und die britische Gesellschaft von ihm als Zweitgeborenen verlangte und akzeptierte es auch, als sein Vater ihn zur 52. Infantrie Division der britischen Armee im Krieg gegen die Franzosen schickte. Er fügte sich stets gehorsam und war ein braver Junge. Bis auf eine Ausnahme. Sein Jugendfreund Nicholas Chatham, Erbe des Marquess of Carleigh. Zwei Jahre lang waren sie mehr als nur Freunde, jedoch in ihrer Zeit war Liebe unter Männern nicht nur verpönt, sondern sogar unter Todesstrafe gestellt. Ian tut diese Phase seines Lebens als eine unmögliche Sache ab, als Forscherdrang und Neugier von jungen Männern, die es nicht besser wussten. 

Fünf Jahre sind nun schon vergangen, Ian ist wieder daheim, aber der Krieg hat ihn gezeichnet. Seelisch als auch körperlich, denn er hat seine linke Hand im Krieg verloren und wäre beinahe an einem Metallsplitter nahe seines Herzens gestorben. Doch nun ist er wieder zuhause, und sein Bruder der nun Earl ist, bittet ihn die gemeinsame Schwester zu den Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten des Marquess of Carleigh zu begleiten. Es ist eine Ehre und auch eine Tradition, dort teilzunehmen. Dumm nur, dass Ian dort unweigerlich auf Nicholas, Nicky, treffen wird, den er nie aus seinen Gedanken ganz verbannen konnte, in all den Jahren.

Regency Christmas Bilder von A Thousand Pixels

K. A. Mitchell ist hier ein stimmungsvoller Weihnachts-Regency gelungen, der sehr gut in die Vorweihnachtszeit passt. Nicht zu schwer, nicht zu seicht, ein bisschen zu kurz vielleicht, aber durchaus nett zu lesen. Das Schlittschuhlaufbild aus der Regency Zeit oben habe ich gewählt weil es so schön passt, denn es wird u.a. auch Schlittschuh gelaufen ;) Ian ist ein vorsichtiger, traumatisierter, zerrissener aber nachvollziehnbarer Held. In seiner Zeit war Homosexualität eben nicht nur eine Sünde, sondern eine heftige Straftat, und er ist nunmal ein Mensch der sowas nicht auf die leichte Schulter nimmt. Nicholas ist da schon unbeschwerter und auch unvorsichtiger. Egoistischer was sein Lebensglück betrifft. Vielleicht lag es an seiner Position des Erstgeborenen, er ist jedenfalls bemüht um Ian, und das Ganze zu lesen macht Spaß und ist wie gesagt weder zu locker, noch zu dramatisch. Die Nebenfiguren sind allesamt auch sehr gelungen. 

Kein "aus den Socken"-Hauer, aber ein schönes kleines Buch für die Vorweihnachtszeit, das sein Plätzchen in unserem Empfehlungsblog durchaus verdient hat.

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eure Cleopatra

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