Samstag, 29. Dezember 2012

GONE COUNTRY von Lorelei James (Rough Riders #14)




So, zum Jahresende habe ich noch zwei Lorelei James Rezis niederzuschreiben :) Erstmal Teil 14 der ROUGH RIDERS. Nunja, so rough war der ride diesmal nicht. Abgestimmt auf die beiden Protagonisten war der erotische Teil etwas zahmer, aber durchaus leidenschaftlich. Das Buch insgesamt ist ziemlich realistisch gehalten, ein bisschen Soap Opera, ein bisschen Familienepos, unter dem weiten Himmel von Wyoming. Von den wilden McKays sind ja nun nicht mehr sooo viele übrig, alles ist bereits unter der Haube und mit einem Stall voll Kindern beschäftigt. Bis auf wenige Ausnahmen (Ainslyn und Ben beispielsweise) scheint ein Geburtswettbewerb stattzufinden, das wird auch im Buch mit einem Augenzwinkern von der Protagonistin aufgegriffen ;) Aber worum geht es in GONE COUNTRY?


Gavin Daniels ist der verlorene Sohn der McKays. Buchtsäblich. Vi und Charlie McKay, die Eltern von Ben, Quinn und Chase, trifft beinahe der Schlag als vor ungefähr 4 Jahren ein Mann vor der Tür auftaucht der behauptet ihr Sohn zu sein. Das kam so: Vi und Charlie hatten eine gemeinsame Nacht als Vi gerade mal 16 Jahre alt war. Ein Skandal, zumal das Kind schwanger wurde. Ihr Vater steckte sie damals in ein Heim für minderjährige Mütter und sie gab das Baby zur Adoption frei. Charlie wusste all die Jahre nichts von dem Jungen und Vi's Drama. Selbst als sie Jahre später heirateten und nochmal 3 Jungs in die Welt setzten, von Gavin hat Vi nie gesprochen. Gavins Adoptiveltern sind nun beide verstorben und auf dem Totenbett seiner Mutter versprach er ihr, die McKays aufzusuchen. Langsam, ganz langsam nähert er sich der Familie an und kauft von Bens Nachbarin, Rielle, das Haus und ein Teil des Grundstücks, da sie es nicht mehr unterhalten kann. Der Plan ist, sie hütet das Haus, kann dort also weiterleben, und baut sich auf ihrem Teil des Grund und Bodens irgendwann mal ein neues Häuschen, sollte Gavin mal für längere Zeit aus Arizona nach Wyoming kommen. Dieser hat das eigentlich nicht vor, denn er hat sein Leben in Arizona, 2 Firmen und eine Tochter, die dort ihr soziales Umfeld hat. Doch genau dieses Umfeld ist schlecht für das Mädchen, Sierra ihr Name, süße 16. Als sie knapp einer Jugendstrafe entkommt entschließt Gavin sie aus Phoenix aufs Land zu verpflanzen und was wäre da besser geeignet als das weite leere Nichts in Wyoming, wo er ja nahe seiner Blutsfamilie ein Haus besitzt.

Es kommt wie man es schon vermutet, er zieht zu Rielle ins Haus und die beiden verlieben sich ineinander. Sierra ist erstmal total überfordert mit der riesen Familie, jeder 2. Mitschüler scheint mit ihr verwandt zu sein ;) und sie hat es schwer Freundschaften zu schließen. Ist sie doch stinkreich, eine Fremde aber auch noch ein "McKay", auch wenn sie Daniels heißt. Der einzige Lichtblick für sie ist Boone West ... ihr ahnt schon was, nicht wahr? ;) genau, sie verliebt sich in den ungefähr 3 Jahre älteren
Jungen, die beiden sind zauberhaft, wahre Lichtblicke im Buch.

Gavin ist nicht wie seine Brüder oder seine ungestümen Cousins. Auf den ersten Blick war er sogar völlig anders. Ob es an der Erziehung oder den völlig anderen Lebensumständen liegen mag? Wer weiß. Nach dem Tod seiner Adoptiveltern ändert sich für Gavin ein bisschen was, er hat zu hohen Blutdruck und neigte zu einem Rettungsring um den Bauch ;) also er musste an Gewicht verlieren und seine Nahrung umstellen. Er beginnt Sport zu treiben, nimmt ab, schnappt sich seine Tochter und zieht mit ihr kurzerhand aufs weite Land, in der Hoffnung das diese krasse Veränderung und die Nähe ihrer mannigfaltigen Verwandtschaft sie irgendwie stabilisiert. Gavin ist klasse, mit Leib und Seele Vater, er ist kein Draufgänger, war nie sonderlich eine Rakete im Bett, aber Rielle (er)regt in ihm den schlummernden wilden McKay. Dennoch ist er unsicher und holt sich in Sachen Liebesdingen Rat bei seinem Bruder (ausgerechnet Ben! LOL) und in Fachliteratur, macht aber instinktiv immer alles richtig bei Rielle, die ihrerseits keinerlei großartigen sexuellen Erfahrungen gemacht hat. Beide sind 40+ und haben so ihre Hemmungen und Ängste, die es zu überwinden gilt. Anfangs ging mir Rielle ein bisschen auf die Nerven, aber gegen Ende konnte ich auch sie mögen, auch wenn sie bei weitem nicht meine Lieblingsheldin ist.

Die Mischung in diesem Buch erinnerte mich stark an alte Nora Roberts Romane, wobei der Sex noch ein paar Takte freizügiger geschildert ist - aber ein erotischer Roman ist das Buch für mich keinesfalls. Lorelei James andere Serie, die Blacktop Cowboys, ist ja auch ein wenig zahmer (und manchmal auch etwas lahmer) als es die Rough Riders waren. Sie nähert sich den Blacktops mit diesem Teil hier ziemlich an. Zahm ist glaube ich genau das richtige Wort für GONE COUNTRY. Dennoch war es schön, ich mag ja Bücher im Stil von "Montana Sky" von Nora Roberts, und hier war es durchaus genauso stimmungsvoll, rührend und gut unterhaltend. Und es passt zur Jahreszeit, denn auch die McKays haben hier ordentlich Weihnachten gefeiert. Am besten haben mir Boone und Sierra gefallen, auch wenn Sierra ein wenig zu schwarz/weiß-ach-sie-ist-halt-noch-ein-Teenie mäßig gemalt wurde. Ihr Buch kommt in ca. einem Jahr! *freu* Lorelei James war selbst überrascht was für ein Feedback auf die beiden über sie hereinbrach! :) Ich kanns ehrlich gesagt kaum erwarten, denn die beiden waren supersüß und sie haben das Zeug Chase und Ava, sowie Chassie und ihre beiden Männer als Rough-Rider-Lieblingspaare Konkurrenz zu machen. Ich bin gespannt!

Ganz am Rande der Story wurde schonmal auf das nächste Buch, das im Juni 2013 kommt hingeführt: REDNECK ROMEO, Dalton McKay und Rory - Rielles 24-jährige Tochter. Dalton ist der letzte ledige McKay! :)


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eure Cleopatra

Kommentare:

  1. Für mich war das Buch das schwächste der Serie und ich war ziemlich enttäuscht. Ich fand die Nebenhandlung um Sierra und Boone wesentlich interessanter - und ich freue mich schon auf deren Buch :) Zwischen Gavin und Rielle passiert eigentlich gar nichts und es verlief alles viel zu glatt, als dass es mich fesseln konnte.
    Aber auf Dalton und Rory bin ich schon gespannt.

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    1. Boone und Sierra waren klasse, ich hoffe sie kann den Erwartungen dann auch enstprechen, die sich sicher innerhalb des nächsten Jahres aufbauen werden.

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  2. Ich muss gestehen für mich ist seit ein paar Büchern auch etwas die Luft raus aus dieser Serie und ich bin froh, dass sie ein Ende findet und nicht ewig weitergeht. Ich lese zwar immernoch jedes Buch, aber die ersten Bücher waren irgendwie mitreißender. Aber andererseits weiß man, was man bei LJ bekommt und das immer in prima Qualität. Ihr Schreibstil liegt einfach genau auf meiner Wellenlänge.

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