Donnerstag, 11. April 2013

Lyx goes gay ...

... und gay goes mainstream?

Während in den USA die m/ms schon die Listen stürmen, lebt der Gay Romance hierzulande noch in  einer Nische - wie einst der paranormal Romance auch - doch dieses Nischendasein ist gar nicht so klein oder gar so neu wie mancher vielleicht meinen mag. Nur hat es den Mainstream-Liro-Leser noch nicht so ganz erreicht und ich glaube die Titel liegen auch nicht so mal eben in jeder Buchhandlung. Es sind eben noch Kleinverlage die hier das Thema hegen und pflegen und mit viel Liebe zum Liebesroman für uns Leser aufbereiten. Der Dead Soft Verlag baut seit Jahren sein Programm mit deutschen Autoren immer weiter aus und der noch relativ junge Cursed Side Verlag hat bereits neben eigenen deutschen Autoren auch einige interessante aktuelle und beliebte Titel aus den USA übersetzt. Dreamspinner Press lässt bereits eigene gute Titel für Amazon Kindle übersetzen (wie z.B. Hot Head / Hitzkopf)

Nun kommt, J.R. Ward mit LOVER AT LAST - und der ist ein waschechter m/m, ein moderner Gay Romance mit allem was dazu gehört - in den Mainstream Bereich gerauscht. Noch ist er nicht übersetzt, aber das wird sicher noch ;) Und es braucht ja immer einen erfolgreichen Vorreiter um einen neuen "Trend" im Mainstream zu schaffen. Die Zeit ist vielleicht "reif" ;) Alle suchen nach dem neuen Trend, ob er das ist? ... Denn wie ich soeben im neuesten LoveLetter Magazin lesen konnte, hat sich der Egmond Lyx Verlag die Rechte für das deutsche eBook zu PROMISES von Marie Sexton gesichert (Sommer 2013). Hier ist meine Rezi aus dem letzten Jahr dazu. Lyx möchte "mit dem eBook testen, wie das Gay Romance Genre hier ankommt." so das Magazin. Ich glaube eher man müsste fragen, ob die m/ms jetzt endlich auch im Mainstream Bereich landen können, denn ankommen tun sie ja schon, sonst könnten die og. Verlage nicht existieren. Jetzt ist PROMISES mMn nicht unbedingt der Megakracher, aber bei Goodreads ist der Titel Rang 5 bei den beliebtesten gay-Paaren. Könnte also klappen hier noch mehr Leser für das Genre zu interessieren ;) Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Also ich bin, wie man ja an meinen Rezis sehen kann, schon lange überzeugt ;) und kann nur allen raten, die nicht auf Englisch lesen möchten, sich mal bei Cursed Side oder Dead Soft umzuschauen. Gay Romance Titel sind mMn absolut lesenswert für alle die auf Drama baby, tiefe Gefühle und herzzerfließende Emotionen stehen. Es gibt da so viele coole und spannende Stories, wundervoll gefühlvolle Liebesgeschichten, nun ich hab mich noch lange nicht satt gelesen ;) Und wer weiß, vllt. erleben wir ja Dank Ward mal wieder wie ein Genre aus der Nische ins Rampenlicht tritt. Wie vor ein paar Jahren der paranormal Romance es getan hat.

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eure Cleopatra

Kommentare:

  1. Ich habe es letzte Woche auch im LL gelesen und war sehr überrascht, dann positiv eingestellt.
    Ich glaube nur nicht so ganz, dass man diese Titel mit "echten" m/m vergleichen kann, gerade auch mit denen von Dir/Euch oben zitierten Verlag. Da sind die Zielgruppen mitunter doch unterschiedlich.
    Was den neuen hierzulande angeht: vielleicht übersetzen sie ja mal einen Fantasy m/m oder einen hist. LiRo, dann lese ich ihn bestimmt. :)

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    1. Ich weiß jetzt nicht so recht ob ich dich richtig verstanden habe. Du meinst ein "echter" m/m ist ein reiner Erotiktitel ohne Romance? Und dass die beiden kleinen deutschen Gay Verlage nur harte Sachen verkaufen für eine bestimmte Zielgruppe? Das würde ich so nicht sagen. Soweit ich das mitbekommen habe zählt beispielsweise Sandra Gernt zu den Autorinnen die sehr viel Gefühl in ihre Geschichten legt, sie schreibt auch Fantasy. Auch S.B. Sasori (Schlangenfluch) ist kein gay-porn soweit ich das weiß ... ich muss aber sagen, ich habe da nur Rezensionen gelesen und kenne da keine Details. Und Lady Heather hat Aus der Stille rezensiert aus dem Cursed Side Verlag
      http://liebesromanleserin.blogspot.de/2013/03/aus-der-stille.html

      Sieht nicht nach purer Erotik aus- Mir kommt gerade der Gedanke, ob vielleicht das genau der Punkt ist, warum das Genre in Deutschland noch nicht in den Mainstream Bereich gerutscht ist, weil nicht ganz klar ist, was die Leser sich unter m/m vorstellen sollen und den Verlagen nicht "ganz über den Weg" trauen? Wenn nun ein Mainstram Verlag wie Heyne Wards Neuesten übersetzt, ohne zu Kürzen, könnte das "helfen" :)

      Marie Sexton und auch Ward halten in Sachen Erotik mitnichten hinterm Berg. Ward war mMn sogar recht heftig, bei Marie Sexton kann ich mich jetzt nicht mehr so erinnern. (Lochhirnalarm) Aber freizügig sind die so ziemlich alle.

      Fantasy m/ms habe ich - bis auf Ward und Pacat - noch kaum gelesen und mir steht auch irgendwie nicht so der Sinn danach. Die sind immer schon so dicht und vollgepackt mit Drama und Herzschmerz und auch guten packenden Stories, da müssen sie bei mir im Moment noch alle Normalos sein, sonst würde mir das glaub ich zu viel des Guten ... aber was nicht ist kann ja noch kommen ;) und S.U. Pacat war eine Fantasy Welt, die Menschen dort waren Menschen keine Dämonen oder dergl. :) Also, wenn du mal einen richtig, richtig guten Fantasy m/m lesen willst, lies Captive Prince. Unfassbar gut! Allerdings glaube ich nicht, dass das übersetzt wird ... :(

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    2. Ähm. Erotik. Mhm. Nein, auf Erotik habe ich das überhaupt nicht bezogen. Wie kommt man bei "Zielgruppe" auf Erotik? *g*
      Was ich meinte, geht schon so in Richtig von Lady Heather weiter unten. Ich habe mich nämlich vor einiger Zeit mal mit einem schwulen Autor unterhalten und gefragt was er zu den ganzen Titeln meint, die gerade bei weiblichen Lesern sehr beliebt sind. Und DASS sie bei weiblichen Lesern so beliebt sind, sagt eigentlich schon viel zur Zielgruppe. ;-)
      Er hatte tatsächlich einige davon gelesen, aber fand, dass man schon merkte, dass sie (oft) von Frauen für Frauen geschrieben seien und an seinem Alltag (ja, ok in den Romanen ist vieles nicht wirklich alltäglich, da gibt's schon eine Menge Zufälle ;-)) doch ziemlich vorbei gingen. Auch erotisch, wenn wir da schon bei sind.
      Gefragt hatte ich ihn übrigens deswegen, weil ich ähnliches schon vermutet hatte.
      Zur Qualität sagt das natürlich gar nichts aus und zu Gefallen/Nichtgefallen auch nicht.

      Mainstream ankommen, weil viel Erotik? Ok, wenn man so darüber nachdenkt, wahrscheinlich schon. Ich kann übrigens auch gern drauf verzichten. Und nunja, mit Frau Ward bin ich ja leider nicht so warm geworden. Ich weiß nicht, ob sie sich mit den Jahren eingeschrieben hat, aber wenn der m/m Titel (das wolltest Du doch andeuten?) so ist wie Teil 1 werde ich ihn defintiv nicht mögen. ;-) Und mit Fantasy meinte ich übrigens wirklich Fantasy und nicht Vampire und Co. ;-) Es gibt ein paar ältere Titel wie ich hörte, vielleicht schaue ich auch in die mal rein.
      "Captive Prince" habe ich mal auf die Wunschliste gepackt (nicht, dass da nichts drauf wäre ...)

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    3. moin Soleil! Ich hatte das nicht so ganz verstanden, wollte dir da auch wirklich gar nix in den Mund legen daher hatte ich gefragt. Sorry wenn der Rest in meinem Geschwafel dann irgendwie schief rüberkam. Danke für deine Erklärung! :)

      Wenn dir der erste Ward nicht gefallen hat, wage ich mal zu behaupten, dann wird dir der Rest sicher auch nicht gefallen - entweder man liebt sie oder man hasst sie ;)

      Mir wurde übrigens im Fantasy Bereich vor Jahren dieser Titel empfohlen: Das Licht in den Schatten. Die Schattengilde 01. von Lynn Flewelling
      Ich habe das englische Original seit langer Zeit im Regal ist aber noch ungelesen.

      Captive Prince ist für mich was ganz Besonderes *seufz* - Hier gibts übrigens ne neue Rezi :D
      http://meineliteratour.blogspot.de/2013/04/captive-prince-ii.html

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  2. Hereinhüpf und in die Runde wink :-)

    Ich war gerade dabei, etwas Schlaues zum Thema zu schreiben und habe es versehentlich gelöscht. Jetzt schmolle ich erst einmal mit mir selbst und fange später noch Mal an.

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    1. :D oh ich hasse es wenn das passiert!! Kopf hoch, wenigstens scheint die Sonne (also bei uns ;))

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  3. Mir ist aufgefallen, dass bei AllAboutRomance jetzt einige m/ms sehr gut rezensiert wurden. Auf der einen Seite finde ich es schade, da ich hierfür auf eine Rezi eines "normalen" LiRos verzichten muss auf der anderen Seite finde ich es auch irgendwie interessant, aber durchringen konnte ich mich noch nicht. Vor etlichen Jahren habe ich mal einen m/m Liro angefangen, ich fand ihn zunächst super interessant, aber dann hatte ich doch das Gefühl, dass er abrutscht und damit konnte ich nicht wirklich umgehen. Also meine Einstellung ist noch seeeehr unentschieden. Bin mal gespannt, wie meine Meinungsbildung da fortschreiten wird. Wobei ich die Brockmänner seeehr gerne gelesen habe... und auch ein totaler Fan von Brokeback Mountain bin... Wie ist das denn mit den Brockmännern vergleichbar?

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    1. Bin ich gerade zu müde und abgearbeitet? Irgenwie verstehe ich deinen Kommentar nicht und weshalb musst du auf eine Rezi eines "normalen LiRos" verzichten, wenn MM-Romances rezensiert werden?

      Wohin rutschten die von dir gelesenen MM-Bücher ab?

      Und wer sind "die Brockmänner"?

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    2. Hi Ihr Zwei,

      @Heather: also ich glaube basco09 so verstanden zu haben, dass je weniger die AAR-Damen m/f Liros lesen, desto weniger können sie diese rezensieren und auf die Webseite setzen.

      Suzanne Brockmann hat in ihrer Team 16 Serie, den Troubleshooters, ein schwules Paar aufgebaut und dem Ex des einen noch eine eBook Novelle gewidmet in der dieser dann auch sein Happy End bekommt. Suzanne Brockmann ist schwer aktiv in Sachen Gleichstellungsrechte für Schwule und Lesben in den USA - ihr Sohn ist schwul und sie eine Mama mit Schild in der Hand auf Straßendemos. Sie wedelte in ihrer Serie ein biiiischen zu arg mit dem Zeigefinger, was mich nie gestört hat, weil ich mich nie angesprochen gefühlt habe ;) Sie hat versucht in ihren Unterhaltungsromanen auf die Probleme der Schwulen und Lesben in den USA aufmerksam zu machen. Das ging einigen auf den Zeiger, aber ich konnte es mit einem leichten Augenrollen wegstecken.

      @basco09
      Es gibt so viele gute m/ms die ich im letzten Jahr gelesen habe, die meinen geliebten Brockmänner eigentlich in Sachen Unterhaltung wenig nachstanden. Ich kann dir da wirklich einige ans Herz legen.

      Ich habe da einige hier im Blog rezensiert, und hier posten wir ja nur was wir wirklich mochten.
      Sehr schön zum Einstieg ist Tere Michaels:
      http://lesenswert-empfehlenswert.blogspot.de/2012/01/faith-and-fidelity-buch-1-von-tere.html

      hier ist die Rezi zu der kleinen Story von Suz Brockmann rund um Jules Ex, Adam:
      http://lesenswert-empfehlenswert.blogspot.de/2011/12/when-tony-met-adam-kg-suzanne-brockmann.html

      ein absoluter Megakracher war:
      http://lesenswert-empfehlenswert.blogspot.de/2012/02/jane-seville-zero-at-bone.html
      muss man gelesen haben ;)

      und das hier war auch sehr schön:
      http://lesenswert-empfehlenswert.blogspot.de/2012/02/between-sinners-and-saints-von-marie.html auch ein Marie Sexton (wie der, der von Lyx übersetzt wird)

      Viele weitere findet man hier im Blog, einfach mal durch die Monate rechts klicken oder bei Goodreads.
      http://www.goodreads.com/list/show/959.The_Best_of_Gay_Romance?format=html&page=1

      Ich fand Brokeback Mountain furchtbar tragisch ... und wer auf Tragik stehet, da empfehle ich diesbezüglich gern:
      http://lesenswert-empfehlenswert.blogspot.de/2013/01/keeping-promise-rock-von-amy-lane.html
      :) Aber keine Angst, es ist ein Liro, die haben happy endings ;) Trotzdem heult und leidet man mit wie blöd ;)

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    3. ich habe mal eben alle gay-romance Rezis auf eine Seite gelegt, zur besseren Übersicht:

      http://lesenswert-empfehlenswert.blogspot.de/p/blog-page.html

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    4. Vielen Danke für die vielen Tipps, da habe ich ja was zu gucken...

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    5. hmmmhm - Jane Seville - "ZERO AT THE BONE" klingt ja schon mal sehr spannend. Vielleicht probiere ich es damit mal.

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    6. ohja!!! Gute Wahl! Ich war total angetan ... wie man ja in der Rezi merken kann *flöt*
      Berichte doch dann mal ob es dir auch gefallen hat, wenn du den Titel ausprobierst! :)

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  4. Ich weiß natürlich auch nicht, was Soleil mit "echten MM" meint. Ich unterscheide die Verlag nach Zielgruppen.

    Bruno Gmünder, Querverlag und Männerschwarm haben schwule Männer (und lesbische Frauen - Querverlag) als Zielgruppe. Da wird die Regenbogenfahne und Gay Pride kräftig geschwungen.

    Das sind schwule Verlage (schwul/lesbisch - Querverlag), die in der Vergangenheit Kämpfe gegen Intoleranz zu fechten hatten und sich nach wie vor verstehen als Dokumentatoren schwuler oder lesbischer Lebensweise.

    Querverlag und Männerschwarm haben eine Erotikschiene, das Hauptaugenmerk liegt aber auf problembewusster schwuler Literatur, oft schwer verdauliche Kost, gesellschaftskritisch, tragödienhaft, den Spuren der Vergangenheit nachgespürt und mit der Gegenwart verknüpft.

    Bruno Gmünder ist schwer mit dem Vertrieb schwul-erotischer Artikel bis hin zum Porno befasst. Romane gehen nur noch nebenbei, Bildbände sind bei den Büchern die Hauptartikel. Der Verlag engagiert sich aber bei gesellschaftlich umstrittenen Themen (Kampf gegen erzkatholische, schwulenfeindliche Hetzseiten).

    Dead soft und Cursed Side haben Spaß daran, homoerotische Liebesromane zu verlegen. Wir sind bei ihnen im Romance Bereich mit der Garantie auf Happy End. Die Zielgruppe sind heterosexuelle Frauen. Der Incubus Verlag geht in eine ähnliche Richtung: Gay-Romances mit dem Extrakick Anspruch (ist jetzt meine persönliche Interpretation, weil die Veröffentlichungen von dead soft und Cursed Side ja auch nicht des Anspruchs ermangeln ...).

    Bei den schwulen Verlagen (Bruno Gmünder, Querverlag, Männerschwarm) dürfen wir Weiber natürlich auch die Bücher kaufen und in die schwulen Buchläden gehen. Sie nehmen unser Geld und beäugen uns mit einem sanft-ironischen Lächeln.

    Bei den Gay-Romance Verlegern ist es genau andersrum. Die schwulen Männer dürfen die Romane natürlich auch kaufen, ihr Geld ist willkommen, die Verleger wundern sich dann allerdings, dass Männer auch auf diese Art von Romantik-Literatur stehen (giggle).

    Liebe Grüße
    Heather

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    1. Vielen Dank für deine Expertise Heather! Sehr cool, dass du uns das so schön auseinanderklabüstert hast! Ich kannte bislang nur Dead Soft und Cursed Side. Bin ja da auch die Zielgruppe ;)

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  5. Ich finde es schön, dass Lyx sich an einen m/m Roman wagt. Ich lese seit einiger Zeit m/m Bücher, wobei ich immernoch das Gefühl habe, nur gerade die Spitze des Eisberges gelesen zu haben. Da gibe es so viele Bücher! ;)

    Die meisten englischen Blogs, die ich besuche machen relativ viele reviews zu m/m Büchern, also habe ich nie das Gefühl ein m/m Buch nimmt einem f/m Buch den Platz weg.

    Ich habe aber um ehrlich zu sein Bedenken, dass das Ganze untergeht im Buchladen. Die meisten Buchläden bekommen es ja nicht mal hin die Romantic Fantasy und Romantic Thrill Bücher richtig zu kategorisieren. Wo also kommt der m/m hin? Aber ich lass mich überraschen! :)

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    1. Hi Claudia, mir gehts genauso - da sind noch so viele Titel die ich unbedingt noch lesen muss ;) Aber das geht mir auch bei f/m so ... ich habe den Liro an sich sehr spät entdeckt, war jahrelang ein absoluter Lesesnob, ich gebs offen zu! Ich dachte Liro ist doof, bis mich einige Titel eines Besseren belehrten, nun finde ich jedes Buch ohne tiefe Emotionen, Beziehungsanlaysen und Gefühle leer, fad und öde ;) Heute sage ich: Real Romance Is Not For Sissies! ;)

      Auch hatte ich nie das Gefühl, dass das eine dem anderen irgendwas wegnimmt. Ich habe nur zu wenig Zeit all das zu lesen, was ich gern lesen würde ;) Für mich macht es keinen Unterschied ob ich m/f, m/m/f, m/m lese - für mich ist eine gute, bewegende, interessante, emotional mitreißende Story und Protagonisten die ich lieb gewinnen kann wichtig. Das Geschlecht spielt dabei für mich keine Rolle. Ich möchte über Menschen lesen, die ihren oft steinigen Weg zueinander finden (okay, es dürfen auch Engel, Vampire oder Wergetier etc. sein hehehehe) Dabei lass ich mich gern von interessanten Plots entertainen :D

      Was die Buchläden betrifft könntest du recht haben. Vielleicht sortieren sie das in so einen Ständer (no pun intended *räusper*) wie damals die Nackenbeißer und der kommt dann ins "schäm-dich-dass-du-sowas-liest-Eckchen" ;)

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    2. Ich hatte ganz vergessen, dass es ja erstmal nur als e-bok veröffentlicht wird. ;)
      Ich bin schon seit ich 15 bin Romance-Leserin. Anfangs nur deutsch und nur Historical und irgendwann haben mich die deutschen Übersetzungen genervt und ich habe angefangen englisch zu lesesn. Wozu lernt man es schließlich? ;) Ich habe schon Jahre kein Romance-Buch mehr auf deutsch gelesen. Ich lese privat eigentlich so gut wie nur Romance (manchmal ne Biografie oder sowas), da ich beruflich (Geschichte und Latein studiert) halt eben mit eher trockenen Themen zu tun habe, brauche ich die Abwechslung. Und es ist einfach schön! :D

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    3. Hi Claudia!
      Ich hatte mit 16 Angelique gelesen, und geliebt! Alle Teile! :D Mit 18 hab ich dann begonnen mich dafür zu schämen! ;) Während meiner 20er Jahre habe ich historische Romane verschlungen, und bin dann bei Diana Gabaldon gelandet .. die ich dann auf Englisch weitergelesen habe weil Teil 2 noch nicht übersetzt war. Seitdem lese ich Liros, auf Englisch! :D

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  6. Na, bis das im "normalen" Buchhandel erscheint, wird sicher einige Zeit ins Land gehen. Da habe ich so meine Zweifel.
    Die Zielgruppe ist hierzulande doch recht übersichtlich und Verlage wie Himmelstürmer, wo auch mein Buch erschienen ist, konzentrieren sich eher auf die paar schwulen Buchläden und den Onlinevertrieb.

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    1. Hallo Hagen!
      Auch Lyx wagt sich im mainstream Bereich ja erstmal nur an einen Versuchsballon, ein eBook einer Übersetzung einer in den USA und UK sehr erfolgreichen amerikanischen Autorin. Den Onlinevertrieb sollte man nicht unterschätzen, der Markt wächst und wächst. In den Buchläden liegen ja leider so gut wie nie Nischen-Themen, oder gar Kleinverlagstitel (egal welches Genre) - der Durchschnittsbuchkäufer weiß somit gar nicht, was es noch so alles gibt und sucht auch nicht aktiv danach. Ist ja logisch. Und ganz ehrlich, in schwule Buchläden gehen sicher nur Leute die diese Nische eben lesen wollen. Erst durch das Internet hat man überhaupt eine Chance Neues zu finden, das man nie "da draußen" gefunden hätte. Himmelsstürmer ist z.B. ein Verlag von dem ich bisher noch nie gehört hatte! (ähnlich ging es mir mit einigen Verlagen die Heather oben erwähnt hat) :) Das liegt aber schon daran, dass ich hauptsächlich auf Englisch lese.
      Um "da draußen" bekannter zu werden braucht es einen Durchbruch/Bestseller im Mainstream, dann haben Nischen-Themen immer eine Chance. Denn der Vampir an sich - den laut Aussagen von allen deutschen Verlagsmenschen im Jahr 2006 - "in Deutschland doch kein normaler Mensch lesen will" hat UBooks und Plaisir d'Amour schon Jahre vor 2006 im Programm gehabt und auch verkauft. War ne Nische, liest "kein normaler Leser" ... tja... und dann kam Twilight und Lyx war der einzige Verlag der an den Boom aus USA glaubte, und da drüben dann mal ordentlich einkaufen ging ... the rest is history wie man so schön sagt.
      Die Leute kennen und vertrauen dem Verlag. Wenn die einen Gay Romance einkaufen und verlegen, muss der schonmal lesenswert sein denkt sich der Lyx-Fan, das ist ganz einfach: Gebe einem Menschen 2 Optionen, er wird immer das wählen was er kennt, und die Lyx Leser kennen ihren Lieblingsverlag und werden mit Sicherheit drauf anspringen. Vielleicht nicht alle, aber viele. Das kann dem Genre nur gut tun, mMn. Dennoch finde ich immer traurig, dass oftmals darüber hinaus vergessen wird, das es die Dinge ja vorher schon längst gegeben hat und die Autoren später dann als "Trittbrettfahrer" bezeichnet werden ...

      Ein anderes Beispiel für "hier kommt ein Bestseller und macht eine Nische salonfein":
      Shades of Grey. Plötzlich sind BDSM-Romane stapelweise auf Tischen bei Thalia und Co zu sehen! Und wer hat den romantischen BSDM schon seit Jahren fest im Programm? Der Plaisir d'Amour Verlag! Ein Kleinverlag der richtig gute deutsche Autorinnen im Programm hat, und dennoch wenn überhaupt jahrelang nur aus dem Augenwinkel der Leser wahrgenommen wurde. Wer wollte schon zugeben, dass er gern mal einen BDSM Roman liest! ;) Plötzlich ist es en vogue! :D
      Ich finde solche Entwicklungen interessant, der Gay Romance hat hier ne echte Chance: raus aus der Nische und ab ins Rampenlicht damit! Ich versuch hier ja schon auf dem Blog meine Entdeckungen zu teilen, aber unsere Reichweite ist begrenzt - im Moment interessieren sich noch wenige für die meisten der Titel die von uns hier besprochen wurden in den letzten Monaten.

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  7. Der Neuheitswert der Meldung ist mir nicht ganz klar, Bücher mit schwulen Inhalten sind immer wieder bei dt. Publikumsverlagen erschienen. Seien es, was die Regel ist, angloamerik. Übersetzungen (Cunningham, Hollinghurst, Ruf mich bei deinem Namen, Die Wonnen der Gewöhnlichkeit usw.), oder sehr selten auch dt. Autoren (Steinhöfel, Niederwieser).
    Auch einige große Buchhandlungen sind darauf eingestellt, mein Roman wurde z.B. mal bei Hugendubel gesichtet, und die Mayersche soll auch ein entsprechendes Regal haben. (Okay, das ist leider eher eine Ausnahme)
    Ach ja, und in der schwulen Buchhandlungen stehen auch die Titel von Cursed side, Dead soft und Co., als Frau wird man da auch nicht komisch angeguckt. Auch die erwähnten schwulen Verlage zucken nicht mit der Wimper, wenn man da als Frau ein Manuskript einreicht.
    Liebe Grüße
    Jana

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    1. @ Jana:

      Die Frage ist doch, ob Lyx diesen Testballon zum Anlass nimmt, serienmäßig, also Monat für Monat, eine MM-Romance heraus zu bringen.

      Und um in eine schwule Buchhandlung zu gehen, muss man
      a.) erst Mal eine finden (was in Hamburg und Berlin nicht allzu schwer ist, aber nicht jede wohnt in diesen Städten) und
      b.) ein bisschen Mut fassen.

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    2. Publikumsverlag bedeutet ja leider noch nicht im Maintream angekommen zu sein. Es ist immernoch ein Nischenthema, (und Nischenthemen sind wie ich ja geschrieben habe, immer schon verfügbar, aber eben nicht im Fokus der Massen) und im gängigen Liebesroman Genre (welches wir hier im Blog primär besprechen) noch lange nicht beim Gros der Liebesromanleser als ein kaufbarer Titel angesehen. Da wird noch ganz klar die klassische Konstellation bevorzugt.

      Der Neuheitswert liegt also darin, dass ein Verlag wie Egmont Lyx den Schritt macht diese Facette des Liros aufzunehmen. Gerade weil die Leser von Lyx Liebesromanleser sind, die die vielen Facetten des Liebesromans die es gibt, die aber nicht immer zügig übersetzt/verlegt wurden, schätzen und jetzt auf diese Weise auch kennenlernen können. So eine schnelle Reaktion auf Strömungen und Trends innerhalb des Liebensromangenres in den USA ist mMn neu, lobenswert und eine Meldung wert. Denn der paranormal Romance war wie gesagt in den USA schon 10 Jahre alt bis er hier endlich ein gutes Zuhause fand. Bei Lyx! Und DANN zogen die anderen Verlage erst nach.
      Gerade als Autor dürfte einen das doch freuen, insbesondere wenn es sein eigenes Genre ist, das auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit erhält, oder? Dass es das Genre schon GIBT sellt ja niemand außer Frage.
      Viel Erfolg noch mit deiner Arbeit! :)

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    3. Danke für die Antwort. Mein Einstieg war blöd formuliert, sorry. Ich habe nur das Gefühl, dass da ein Graben entsteht zwischen schwulen Liebesromanen von Frauen für Frauen und Büchern von Schwulen. Was ich schade finde, denn ich denke, man verpasst etwas, wenn man sich so einschränkt. Und insofern wollte ich den Blick öffnen für Bücher, die schon auf dem Markt sind und gewiss nicht schwerverdaulich und problemorientiert sind, sondern locker geschrieben und viel Lebensfreude und Liebe vermitteln.

      Und als Autorin ist es für mich schwierig, mich da einzuordnen, da ich nicht nur über Schwule schreiben will, sondern auch eine realistische Lebenswelt zeigen möchte.

      Ich wünsche mir ja auch, dass es für die Leser/innen selbstverständlich wird - ohne Schubladen. Und ich hätte nichts dagegen, meine Bücher nicht nur bei Hugendubel in Berlin sondern auch bei Thalia in der hinteren Provinz zu finden.
      Und Lady Heather - die Jungs beißen auch im wahren Leben nicht - im Gegenteil.

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    4. Hallo Jana! Ich verstehe dich und da sagst du was. Denn mir ging eben so auf, es gibt den Graben bereits - aber der ist nicht auf das Genre in sich beschränkt, sondern es gibt diesen Graben tatsächlich schon zwischen dem Roman und eben dem Liebesroman. Im Englischen wird der Graben mit der Genre-Bezeichnung noch klarer: Auf der einen Seite haben wir die Fiction und der anderen Romance. "Nenn mich bei deinem Namen" wird in den USA zB. bei gay-fiction eingeordnet, nicht bei gay-romance, auch wenn es sich um eine Beziehung handelt. Ich hab das Buch gelesen, und würde es auch eher als Roman denn als Liebesroman bezeichnen. Liros sind ... anders... :) Da ist ein Happy End garaniert, da ist die Erzählstruktur oftmals eine andere, die Figuren "entblättern" sich oft mehr, weniger übergeordneter Erzähler, mehr Erlebte Rede etc.. (gibt sicher Ausnahmen). Liros sind oftmals auch problembeladen und auch nicht immer leicht verdaulich, aber sie verfolgen als Ziel generell ein Happy End, das dem Leser aufzeigt "es GEHT" ;) egal welche Knüppel dem Paar in den Weg geschmissen wurde, sie haben es geschafft.

      Du hast recht, es ist ein bisschen traurig, dass überhaupt Gräben entstehen - und es gibt Grabenkämpfe. Grob gesagt: Die "Fiction"-Leser werden als die etwas hochnäsigeren, intellektuelleren Leser bezeichnet während man dem "Romance"Leser gerne mal Naivität, puren Eskapismus und Seichtigkeit vorhält. Was beides auch in sich natürlich Vorurteile sind die eigentlich Blödsinn sind. Denn wo da die Trennlinie ist, ist sicherlich nicht immer ganz so leicht zu sagen. Ich wünschte mir da ein wenig mehr "lesen und lesen lassen" ...

      Um das Ganze vielleicht nochmal abzurunden, einen Titel aus dem momentan boomenden Gay-Romance Bereich in den USA findet man also im Sommer bei genau dem Verlag in Deutschland dem ich es durchaus zutraue, dass er dies gut macht und an Leserschichten bringt, die sich vielleicht an Andre Aciman, nie ranwagen würden. Und Aciman ist bei Kein und Aber gut aufgehoben, wobei wir wieder bei den Zielgruppen von oben angekommen sind ;) Insofern könnte es jetzt Leute geben die beides gerne lesen würden, sofern das Angebot da ist. Dass Lyx dies möglich macht halte ich daher immernoch für eine gute Idee :)

      Darüber hinaus ist es aber sicherlich richtig zu betonen, dass auch Lyx das Rad nicht neu erfinden kann - alles was sie durchdacht und professionell in den Mainstream schieben, hat es in Deutschland als Nischenprodukt so oder ähnlich schon gegeben. So war es mit dem Vampir und so war es mit BDSM-Romance und so ist es auch mit dem gay-romance und ich beziehe mich hier ausschließlich auf die Romance-Seite des Grabens ;)

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  8. Ich habe selbst lange gebraucht bis ich mich lesend dem Thema genähert habe. Ich weiß nicht mal warum. Überzeugt davon hat mich dann Inka Loreen Minden. Inzwischen ist es ganz normal, das ich diese lesen, wie jeden anderen erotischen Roman. BAer die großen Verlage brauchen dafür wohl noch etwas. Ohne SoG würden auch SM-Romane dort immer noch ein Schattendasein fristen. Es gab sie schon, nur gesprochen hat keiner drüber. So ist es mit den Gay-Romance auch. Bis ein Buch kommt, der das ganze Thema in den Fokus zieht.

    Ich wohne in einen kleinen Stadt in der mitteldeutschen Provinz. Wenn ich ein erotischen Buch will, muss ich es bestellen. Und bei meiner ersten bestellung hat die Buchhändlerin fast einen herzinfakt bekommen! ich schätze, die sind einfach teilweise noch nicht soweit, die Art der literarischen Freiheit zu akzeptieren. Leider.

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    1. :D einen Herzinfarkt? Tja, dann braucht sie sich nicht wundern, wenn ihre Kunden dann online bestellen ... Aber womöglich liegt nun auch Shades Of Gray in ihrem Laden, eben weils ein Bestseller ist.

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