Freitag, 16. August 2013

The Nothingness of Ben - Brad Boney

Ja, ich leide unter Lochhirnsyndrom (einer der Gründe warum wir ja überhaupt bloggen ist festzuhalten was wir gelesen und was uns gefallen hat!)
Nun vergesse ich aber sogar schon Rezensionen zu schreiben oder besser gesagt stehe unter dem irrigen Eindruck, ich hätte sie schon geschrieben! So gehts mir bei "The Nothingness Of Ben" von Brad Boney. Ich hab das Buch gelesen! Es hat mir gefallen! Ich wollte es rezensieren! Warum habe ich es nicht getan? Ich suche mir hier gerade nen Wolf in unserem Blog, ich war 100% sicher ich hätte das Buch rezensiert aber auch in den Entwürfen finde ich nichts. Jetzt muss ich doch mal den Kindle durchblättern und schauen, was ich noch alles vergessen habe zu rezensieren ... hmpf


THE NOTHINGNESS OF BEN
von Brad Boney.

Ben Walsh führt ein erfülltes und vor allem ausgefülltes Leben in New York. Er hat einen guten Job als Anwalt, einen Freund, Geld, Ansehen, Freunde ... All das zerbröselt in dem Moment in dem er einen Anruf erhält, dass seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Von einem Augenblick auf den anderen ist er Vormund für seine drei minderjährigen Brüder - neben seiner Trauer um seine Eltern ist das zunächst sekundär, wird aber bei seiner Ankunft in Austin zu einer Herausforderung.

Für die Jungs ist er natürlich der Bruder der in die große weite Welt gezogen ist, jeder von ihnen sieht ihn mit anderen Augen. Der Älteste nimmt es Ben übel, fühlte sich von ihm im Stich gelassen. Der Mittlere hat seine ganz eigenen Probleme und der Jüngste kennt ihn kaum. Ein wenig unerwartete Hilfe im Umgang mit den Brüdern und der schrecklichen Situation durch den Verlust der geliebten Eltern, erhält Ben von einem Nachbarn und Freund der Familie: Travis Atwood. Er wohnt gegenüber, wurde von Bens Eltern mehr oder weniger "adoptiert", verbrachte viel Zeit mit den Jungs, und war mehr oder weniger ein Ersatz-Großer-Bruder für die Geschwister von Ben in der letzten Zeit. Ben, der nur zu Feiertagen die Familie besuchte, kennt ihn gar nicht.

Ben weiß nicht so recht was er von Travis halten soll, ist er eine Hilfe? Oder schiebt er sich hier in die Familie? Zunächst muss Ben das Drama der Beerdigung hinter sich bringen, mit seiner Tante und der restlichen Verwandschaft klar kommen (als geouteter Schwuler kommt er für seine Onkels nicht als Vormund für Minderjährige infrage) bevor er überhaupt einen klaren Gedanken fassen und Pläne für die Zukunft machen kann. Travis erweist sich als absolut hilfreich, auch was das in den Alltag zurückfinden, Versorgen und Bekochen der Jungs angeht. Während Ben sich noch sortiert fühlt er sich immer mehr angezogen von Travis, der allerdings hat eine Freundin und ist nicht schwul - eigentlich.

Travis ist ein lieber, süßer Kerl. Grundehrlich, ein bisschen naiv manchmal, er ist weder sehr belesen noch kann er gegen Bens New York-Freunde anstinken, aber gerade das macht ihn sehr sympathisch. Ben kommt erst ziemlich egoistisch und hochnäsig rüber, aber mit der Zeit lernt er nicht nur dazu und Verantwortung für andere sondern er - als auch Travis - durchleben eine nachvollziehbare Entwicklung und was bleibt ist eine sehr schöne Familien- und Liebesgeschichte mit einem schönen schnulzigen Happy End :)

___________________
eure Cleopatra

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis