Montag, 6. Juli 2015

Stephen King - Meine Sommerliebe...


  
Mal ganz ehrlich, wen mir mal jemand gesagt hätte, ich würde einen ausgeprägten Suchtreflex nach Stephen King Romanen entwickeln, dann hätte ich denjenigen noch vor einem Jahr glattweg ausgelacht :-).

Mittlerweile höre ich kaum etwas anderes mehr! Audible hat mit David Nathan einen großartigen Vorleser gefunden, der die Figuren, die Skurrilitäten und das gesamte komplizierte Plotgeflecht der King-Romane hervorragend zum Leben erweckt.

Für wirklich ausführliche Rezi´s fehlt mir leider die Zeit und es würde auch in zu vielen Spoilern enden, aber ich möchte Euch meine erste kurze Rückschau der Highlights nicht vorenthalten:

Mein erster King und das Buch hatte mich sofort in seinem Bann. Für dieses Hörbuch braucht man schon Ausdauer, insgesamt beschallt es den geneigten Hörer mit 54 h Weltuntergang. Stephen King ist durchaus stellenweise langatmig, aber ich habe das wirklich zu schätzen gelernt. Auch wenn es komisch klingt, aber er bringt mich mit seinen Erzählungen wunderbar zur Ruhe :-).

In "The Stand - Das letzte Gefecht" kämpfen zwei Gruppen Überlebender in einem fast völlig entvölkerten Amerika ums Überleben und im übertragenen Sinne um die Vorherrschaft von Gut und Böse auf dem Planeten. Eine tödliche "Grippe" hat nahezu die gesamte Menschheit ausgerottet, nur ein Bruchteil hat überlebt. Stephen King ist ein wahrer Meister darin Geschichten anhand von Einzelschicksalen zu erzählen, die sich am Ende zu einem Strang verdichten. Das gelingt ihm in "The Stand" wirklich toll! Ich habe bis zuletzt mitgefiebert und war wirklich betrübt, als das Hörbuch zu Ende war. Dieser King hat brilliante und packende Momente, er schreibt mit seinen Figuren psychologische Charakterstudien par excellence, von der guten, wie auch von der bösen Sorte!

"Der Anschlag" ist bislang mein Lieblingsbuch! Mein Gott, was hat dieses Buch für eine Sogwirkung! Großartig geschrieben und erzählt!

Jake Epping ist Lehrer und eigentlich ein Durchschnittstyp - genau bis zu dem Moment, in welchem ihm sein alter Kumpel ein Zeitloch zeigt und sozusagen das Gewicht der Weltgeschichte auf seinen Schultern ablegt. Das Zeitloch führt Jake immer in das Jahr 1958 zurück und egal wie lange er dort in der Vergangenheit bleibt, er ist in der Jetztzeit stets nur 2 Minuten weg, obwohl er natürlich altert. Doch sein Kumpel hat Jake nicht umsonst das Portal gezeigt, er soll den Lauf der Geschichte zum positiven ändern, er soll den Mord an JFK verhindern. Für eine solche heroische Tat könnte man doch mal 4 Jahre seines Lebens "opfern". Jake lässt sich darauf ein, doch natürlich kommt alles anders als geplant. Die Vergangenheit erweist sich als extrem halsstarrig, sie will nämlich nicht geändert werden. Und natürlich sollte man auch den sogenannten "Schmetterlingseffekt" nicht vernachlässigen!

Ganz ganz toll! Ich wüßte nicht, wann mich ein anderes Buch in den letzten Jahren mal wieder so fasziniert hätte :-).

In "Die Arena" musste ich mich erst ein wenig einfinden. Es kann aber daran liegen, dass ich gleich nach dem "Anschlag" damit angefangen habe und "Der Anschlag" ist kaum zu toppen. Dieses Buch erzählt davon, wie schnell die Dynamik einer Kleinstadt in Brutalität und Willkür umschlagen kann, wenn Unvorhergesehenes geschieht und die falschen Leute die Zügel in den Händen halten.

Die Kleinstadt "Chesters Mill" wird von jetzt auf gleich völlig unerwartet und ohne ersichtlichen Grund von der Außenwelt abgeschnitten. Eine 15 Meilen hohe und 6 Meilen tiefe Kuppel umgibt den Stadt - niemand kann raus und niemand kann rein.

Die Stadt ist da facto in den Händen eines skrupellosen Geschäftsmann, der nun die Chance wittert sich zum dortigen Kaiser krönen zu lassen. In Extremsituationen zeigen sich oft die schlechtesten Eigenschaften der handelnden Menschen und schon nach wenigen Tagen eskaliert die Lage völlig. Der Ex-Soldat Dale Barbara, soll eigentlich für Ruhe sorgen, doch das gelingt mehr schlecht als Recht. Eine kleine Gruppe abtrünniger Bürger widersetzt sich der Gewaltherrschaft des Despoten, doch die Situation war von Beginn an einer Katastrophe geweiht.

Die Auflösung hat mich am Ende persönlich etwas enttäuscht, aber das Bild der "Ameisen unter einer Lupe" passt am Ende doch ganz gut.

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Alles Liebe,
Eure Orchidee!





 
 



1 Kommentar:

  1. Ach ja, ich bin auch ein großer Fan von Stephen King, obwohl ich in den letzten Jahren kaum noch was von ihm gelesen habe.
    The Stand hatte ich einmal angefangen, nach 400 Seiten kam mir was dazwischen, und dann hat mir irgendwie die Motivation gefehlt, nochmal von vorne anzufangen. Muss ich aber definitiv irgendwann noch nachholen.

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